Ladezeiten bei GPSies

15 Juni 18 von Klaus Bechtold

Zurzeit ist es ja echt ein bisschen träge, mit GPSies zu arbeiten. Naja, man muss aber ein bisschen differenzieren. Die Widgets (iFrame-Integrationen), die API Zugriffe und die Suchseiten laden gerade extrem langsam. Das liegt daran, dass die 3 Frontendserver mit einer anderen Datenbank versorgt werden als z.B. die normalen Seiten, wie das Anschauen, Verwalten oder Planen von Strecken. Letzteres sollte eigentlich normal funktionieren.

Jetzt ist also mal wieder der Teufel los. Ich bekomme das immer wieder ein paar Wochen vorher mit, wenn Google mir Mails schickt, dass die Suchanfragen bzw. das Interesse an GPSies um 30% gestiegen ist. Ein paar Wochen später bekomme ich dann wieder eine Mail, dass das Interesse nochmal um 20% gestiegen ist. Dann weiß ich, dass das Gewitter bald losgeht – Google rüstet auf. Sie sagen ihren Suchmaschinen-Bots, dass GPSies gerade „hot“ ist und was „hot“ ist, muss gecrawled werden. Also kommt Google pro Sekunde etwa 75-100 mal bei meinen Servern vorbei. Dann gibt es ja auch noch ein paar Benutzer, die mit GPSies ihre Strecken erstellen wollen. Dann gibt es noch Anfragen aus den Apps oder Kooperationspartnern, die ebenfalls meine Server besuchen und so weiter.

Neben Google gibt es aber noch andere Suchmaschinen. Die meisten geben sich anhand ihres „User-Agents“ zu erkennen und ich kann sie über die Datei „robots.txt“ oder über Administrationsoberflächen kontrollieren bzw. steuern. Das mache ich auch und habe so schon einige russische und chinesische Suchmaschinen in ihre Schranken verwiesen. Jetzt habe ich aber bemerkt, dass eine ganz wilde chinesische Suchmaschine sich nicht als solche ausgibt und immer von verschiedenen IP-Adressen und mit verschiedenen Browsertypen anfragt. Diese Anfragen sind leider derart auffällig (ca. 50 mal / Sekunde), dass ich heute leider handeln musste. Da sie diese Suchmaschine nicht als „Bot“ identifiziert bliebt mir nichts anderes übrig, als ganz China vom Zugriff auf GPSies.com auszusperren. Das habe ich mal vor einem Jahr für das komplette Land Vietnam gemacht (ist jetzt wieder aktiviert). I’m sorry China!

Nochmal kurz zu Google, ich kann die nicht aussperren. Ich bin mir sicher, dass ich aufgrund von Google alleine 3 Server finanziere, die ich normalerweise nicht bräuchte. Aber wenn Google nicht vorbeikommt, dann wäre GPSies nicht so lebendig. GPSies und Google sind wie ehelicher Sadismus, man liebt und hasst sich ;-)

In den nächsten Tagen wird der MongoDB-Datenbank-Server ausgetauscht. Der neue ist leistungsfähiger, aber ich vermute, dass er dennoch nicht lange durchhält. Alleine dieser Server kostet mich pro Monat etwa 230 EUR (nur die Miete, ohne Administration). Ich würde gerne noch einen zweiten MongoDB-Datenbank-Server parallel daneben stellen, kann mir das aber gerade nicht leisten. Wie ihr wisst, laufen bei GPSies insgesamt 15 Server und ich muss das ganze Projekt irgendwie finanzieren (btw., vielen Dank für die vielen „Spenden!“). Achso, falls jetzt einige von euch mir Tipps geben wollen, GPSies soll in die Google-, Amazon- oder sonstige Cloud umziehen, das geht leider nicht, zu teuer (weil zu viel Traffic und zu viel Platz benötigt wird).

Mit diesen beiden Maßnahmen (neuer Server, Aussperren von China) hoffe ich, dass GPSies im Frühjahr / Sommer 2018 wieder flüssiger läuft. Im Winter lasse ich China wieder zu.

So, jetzt wisst ihr, dass mir mein (nebenberufliches) Hobby-Projekt immer noch sehr am Herzen liegt und dass ich immer noch voll dabei bin. So, jetzt mache ich Schluss und plane für den kommenden Sonntag noch eine Radtour in Potsdam. Danach geht’s zur WM vor die Glotze :-)

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Anleitungen zum Erstellen von Strecken

1 Juni 18 von Klaus Bechtold

Ich bekomme, zugegebenermaßen sehr selten, Anfragen nach einem Handbuch oder einer Bedienungsanleitung zur Nutzung von GPSies.

Hier der Wortlaut einer Mail, die ich heute früh bekommen habe:

„Gibt es irgendwo auf der Seite eine Anleitung, wie man gpsies überhaupt nutzt. Irgendwie versuche ich immer wieder hier meine Routen zu planen. Es klappt einfach nicht. Ich vermisse so etwas wie eine benutzerfreundliche Bedienungsanleitung. Sorry wenn ich so anspruchsvoll bin bei einer kostenfreien Anwendung. Aber ich komme einfach nicht klar mit dieser Anwendung und würde sie gerne nutzen.“

Das kann ich absolut nachvollziehen, denn nicht alle Nutzer kommen mit der Bedienung klar. Nebenbei bemerkt, ich bekomme auch sehr viel Lob über die einfache Bedienung, aber die Erfahrungen und Grundkenntnisse der Nutzer sind stark unterschiedlich.

Mit dieser Gelegenheit möchte ich gerne mal auf die tollen Anleitungen aus der Community hinweisen, die bei Youtube online gestellt wurden und ich mir ab und zu mal anschaue:

Ich kenne keinen einzigen der Autoren persönlich und ich finde es klasse, dass sich so viele Leute die Mühe gemacht, GPSies zu erklären. Vielen Dank! Das wollte ich immer schon mal los werden :-)

Hier mal ein Video, das noch sehr aktuell ist und besonders gut das Arbeiten mit GPSies beschreibt.

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Android-Anleitung: Navigieren mit GPSies und OsmAnd

18 November 17 von Klaus Bechtold

Die Idee für diesen Artikel basiert auf dem Wunsch meines Vaters, ihm eine Anleitung zum Nachwandern einer GPSies-Strecke für sein Smartphone zu erstellen. Ich dachte mir, dass sich vielleicht noch weitere Personen dafür interessieren könnten und beschreibe jetzt mal ganz ausführlich einen Weg, wie man GPSies zum Nachfahren, -laufen, oder wandern verwenden kann. Es gibt natürlich eine Million alternativer Möglichkeiten (GPS-Geräte, weitere Apps), wie man hier vorgehen kann und ich bitte um Nachsicht, wenn ich eben nur diese eine Variante erkläre.

Voraussetzung dafür sind:

  • Benutzerkonto bei GPSies
  • Android Smartphone
  • Android App OsmAnd (kostenpflichtige Basis-Version für 6,99 EUR), kostenlose Version
  • Android App GPSies (kostenlos)

Tipp: besorge dir eine größere Powerbank zum Nachladen des Akkus unterwegs

Ich höre schon den Aufschrei der Apple-, Garmin, Oruxmap- oder Locusnutzer. Ja, wie gesagt, das ist eben nur ein Weg – im Prinzip ist das meine persönliche Vorgehensweise, mit der ich im Urlaub oder zuhause im Berliner Grunewald entlegene Gebiete im Dauerlauf oder als Fahrradtour erkunde. Ich nutze ein Apple Macbook Pro zum Entwickeln von GPSies, aber mobil bin ich mit einem Android-Smartphone unterwegs. Ich kenne und schätze Oruxmaps, Maverick oder Locus, aber ich benutze aus reiner Gewohnheit öfter OsmAnd – Geschmacksache.

Apps (GPSies und OsmAnd) installieren und Strecken merken

So, jetzt geht es los – bitte installiere, falls noch nicht geschehen, jetzt die o.a. Software (GPSies und OsmAnd) auf dein Android Smartphone. Ich gehe jetzt davon aus, dass du eine Strecke bei GPSies erstellt oder eine bereits vorhandene ausgewählt hast. Diese Strecke bitte „merken“, d.h. auf der Website www.gpsies.com den grünen Button „merken“ anklicken. Dieser ist dir bestimmt schon mal aufgefallen. Die Strecke wird in den „Merkzettel“ gelegt und bleibt so lange darin enthalten, bis sie wieder entfernt wird. Ganz oben, etwas rechts, befindet sich der Button mit den von dir gemerkten Strecken. Die Zahl dahinter zeigt die Summe der Einträge an.

Ich möchte mal an dieser Stelle sagen, dass ich mir alle ausgewählten Strecken vorher ganz genau anschaue. Mir ist meine Freizeit zu kostbar, sodass ich nur die schönsten Laufstrecken oder Fahrradwege abfahren möchte. Ich halte nichts von Apps, die mir die Strecken vorschlagen und ich sie dann blind abfahre. Ich möchte z.B. bewusst Fahrradwege neben Bundesstraßen vermeiden oder einen Biergarten mitnehmen, auch wenn er sich nur durch einen Umweg von 3 km erreichen lässt.

Strecke „merken“

So, zurück zum Thema: Die ausgesuchte Strecke muss auf das Smartphone übertragen werden. Jetzt kommt der Clou: alle Strecken des Merkzettels von www.gpsies.com werden mit der GPSies-App synchronisiert (übrigens funktioniert das auch mit der iPhone App von GPSies).
Dieser kleine Umweg über die App erspart dir, das Smartphone mit dem Kabel an den Computer anzuschließen oder einen Download über die Website zu initiieren. Die GPSies App kann nicht besonders viel (ich habe gerade nicht das nötige Kleingeld zur Verfügung, um die App mal zu erneuern), aber sie kann hervorragend deine Strecken verwalten.

Kleiner Exkurs: ich werde oft gefragt, warum nicht automatisch ALLE Strecken von GPSies mit dem Smartphone synchronisiert werden. Da es Benutzer gibt, die oft hunderte Strecken (es gibt Nutzer, die haben 3.000 Strecken!) erstellt haben, würde bei einer Übertragen das Smartphone volllaufen. Oder es würde unübersichtlich werden, die richtige Strecke auszuwählen. Um es einfach zu halten, hatte ich den Merkzettel dafür verwendet, es werden somit nur die Strecken übertragen, die zurzeit (z.B. Urlaub, Wochenende, Veranstaltung) gerade wichtig sind.

Download der Strecke auf das Smartphone

So, wir haben also die Strecke im Merkzettel. Bitte nimmt jetzt dein Smartphone zur Hand und öffne die App „GPSies für Android“. Falls noch nicht geschehen, bitte in der App anmelden und dabei den gleichen Benutzerdaten von www.gpsies.com verwenden.

Über das Menü (links oben auf die drei vertikalen Striche tippen) kannst du den Menüpunkt „Meine Sammlung“ auswählen. Dort befindet sich die Liste der gemerkten Strecken (Merkzettel) und du müsstest deine ausgesuchte Strecke wiederfinden. Wähle dort die Strecke aus, die du nachwandern oder -fahren möchtest. Es erscheint eine Ansicht mit vielen Informationen zur Strecke, die du auf www.gpsies.com ausgewählt hast. Unter anderem findest du dort auch eine Schaltfläche mit einem Pfeilsymbol: „Download GPX“. Tippe hierauf, um die Strecke herunterzuladen – der Download wird gestartet.

So, jetzt passiert etwas, was man aufgrund unterschiedlichen Konfigurationen / Installationen / Smartphones eigentlich schlecht beschreiben kann. Ich versuche es trotzdem mal, aber es kann sein, dass es bei dir ganz anders ablaufen wird.

Es kann sein, dass sich jetzt Apps melden, die etwas mit der GPX-Datei anfangen können. Bei mir melden sich gleich drei Programme, die gerne diese Datei haben und weiterverarbeiten möchten. Wie bereits beschrieben, ich möchte nur den Weg mit der App „OsmAnd“ beschreiben. Bitte tippe also dort nur diese App an. Eventuell wirst du gefragt, ob der Dateityp immer mit der gleichen App geöffnet werden soll – die Entscheidung ist dir überlassen ;-)

Da die Datei im „normalen“ Download-Verzeichnis des Smartphones gelandet ist, möchte nun „OsmAnd“ die Datei in dem dafür vorgesehenen Ordner kopieren. Bei mir ist das zudem nicht der Speicher des Smartphones selbst, sondern der Speicher auf meine SD-Karte.

Da „OsmAnd“ von Hause aus nicht einfach irgendwelche Dateien von meiner SD-Karte oder vom Smartphone lesen oder schreiben darf, kommt nun eine Meldung mit dem Hinweis, der App doch bitte diese Berechtigung zu erteilen. Das geht leider nicht in einem Rutsch, denn jetzt musst du in die Android-Einstellungen zur App wechseln. Das ist aber einfach, denn du musst nur auf den erschienenen Button „Berechtigungen“ tippen. Tippe in dem nachfolgenden Bildschirm wiederum auf „Berechtigungen“. In dem folgenden Fenster kannst du dann unter „Speicher“ mittels schieben des Schiebereglers die Berechtigung erteilen.

Wenn dieses Verfahren einmal durchgeführt wurde, dann muss es in Zukunft, also bei weiteren Downloads nicht mehr erfolgen – die Dateien werden dann einfach von OsmAnd in dem vom System zugeteilten Verzeichnis gespeichert. Ich gebe zu, dass das nicht trivial ist und vor allem Laien haben damit bestimmt ihre Probleme. Deshalb erkläre ich das ja so ausführlich ;-)

So, wenn wir nach dem Download die Berechtigung über die Android-Verwaltung erteilen mussten, wurde durch den Ausflug in die Systemeinstellung das Wesentliche vergessen – wir wollten ja die Datei herunterladen und in „OsmAnd“ verwenden. Also nochmal zurück zur Datei. Entweder könnt ihr jetzt die Datei nochmal herunterladen (gehe zur in diesem Fall GPSies-App) oder du siehst oben in der Android-Benachrichtungszeile noch den Download-Pfeil (dann bitte darauf tippen und die Datei auswählen).

Jetzt wird die GPX-Datei richtig verarbeitet. „OsmAnd“ quittiert dies mit einer Erfolgsmeldung auf dem Bildschirm und zeigt die Strecke an.

Damit wäre die Sache erledigt, denn der Rest wird von der App übernommen. Ich möchte jetzt dafür kein Handbuch schreiben, aber ich will noch auf ein paar nützliche Dinge hinweisen.

Mit „OsmAnd“ hat man die Möglichkeit, Offline-Karten herunterzuladen. Das hat den Vorteil, dass man auf die Karten zugreifen kann, wo „online“ nicht so geeignet ist (entweder kein Empfang, zu langsam oder zu teuer). Ich hatte am Anfang darauf hingewiesen, die Kaufversion der App zu erwerben. Da ich ja selbst Entwickler bin, habe ich ein ganz anderes Verständnis und bei mit sitzt der Euro da ziemlich locker. Ich kaufe gerne eine App, weil ich die Entwickler damit bewusst und gerne unterstütze. Aber hier geht es auch noch um etwas Anderes. Bei der Kaufversion hat man nämlich so viele Offline-Karten herunterladen wie man möchte. Ich habe sogar noch die Kartenschummerung und Höhenlinien mit erworben. Das hat mich nicht arm gemacht, denn alles in allem habe ich für die 3 Pakete nur ca. 10 Euro bezahlt. Wenn man bedenkt, dass ich noch vor ein paar Jahren für die Garmin Topo –Karten 199 EUR bezahlt habe, ist das ein Witz ;-)

Wie bereits geschrieben, möchte und kann ich kein Handbuch für „OsmAnd“ schreiben. Wer sich nicht vor einer Anleitung in englischer Sprache scheut, dem sie diese Einführung in „OsmAnd“ ans Herz gelegt.

OsmAnd: Einstellungen

„OsmAnd“ hat duzende Konfigurations- und Einstellmöglichkeiten. Leider ist das ein bisschen unübersichtlich. Es ist aber auch sehr schwer, alle Funktionen unter einen Hut zu bekommen. Rechts unten, durch Antippen der drei vertikalen Striche, kommst du zu dem zu dem besagten Menü. In der Agentursprache wird dies aufgrund der Ähnlichkeit zu einem Fastfoodgericht auch „Hamburger-Menü“ genannt.

OsmAnd: Modus Operandi

Stelle hier ein, unter welcher Betriebsart (z.B. zu Fuß oder mit dem Fahrrad) du die App verwenden möchtest.

  1. Rufe das Menü auf
  2. Tippe auf „Einstellungen“
  3. Danach auf „Allgemeine Einstellungen“
  4. Tippe auf „Standardprofil“ und wähle „Fahrrad“ oder „Fußgänger“ aus
  5. Tippe auf „Kartenrotation“ und stelle „Nach Bewegungsrichtung“ ein

OsmAnd: Herunter geladene GPX Strecken verwalten

Eigentlich können die bereits heruntergeladenen Strecken ewig verbleiben. Aufgrund der Übersichtlichkeit in der Karte kann man die Strecken einzeln ein- und ausschalten. Hier sind die Schritte:


  1. Rufe das Menü auf
  2. Tippe auf „Karte konfigurieren“
  3. Tippe auf „GPX Tracks…“
  4. setze oder entferne das Häkchen bei der jeweiligen Strecke

Tipp: In diesem Menüpunkt kann man auch die Darstellung der Strecke beeinflussen, also wie diese Strecke in der Karte angezeigt wird. Ich persönlich habe es am liebsten, wenn die Strecke in der Karte sehr deutlich auffällt und habe als Dicke „fett“ und „lila“ ausgewählt.

OsmAnd: Wieviel Karten-Speicherplatz wird benötigt?

Beim ersten Mal wird du gefragt, ob die Übersichtskarte der Welt installiert werden soll. Ich würde dir auf jeden Fall dazu raten. Alle Karten von „OsmAnd“ sind sehr klein und benötigen nur wenig Speicherplatz. Sie liegen nicht als „Bilder“ vor, sondern werden auf deinem Android-Smartphone je nach Zoomstufe aus Vektoren errechnet und angezeigt. Ein Riesenvorteil dabei ist, dass die Karten nach den eigenen Bedürfnissen (z.B. Schriftart, -größe) eingestellt werden können.

OsmAnd: Karten installieren (im WLAN)

1. Rufe das Menü auf
2. Tippe auf „Kartenverwaltung“
3. Wähle den Kontinent, das Land oder die Region aus und lade die Karte herunter

Tipp: Die Karten aus dem OpenStreetMap-Projekt ändern sich täglich. Es ist gut, wenn du vor einer Wanderung oder nach einer längeren Zeit ein Update der Karten machst. Ich schaue auch ab- und zu mal nach, ob die heruntergeladenen Karten noch benötigt werden. Wenn nicht, dann lösche ich sie wieder.

Wichtiger Hinweis: Ziel ist es ja, die Karten offline zu verwenden. Da „OsmAnd“ auch Online-Karten anzeigen kann, solltest du darauf achten, dass die Verwendung der Offline-Karten eingeschaltet ist (siehe nächster Punkt: Karte konfigurieren).

OsmAnd: Karte konfigurieren

Dieser Zweig ist sehr mächtig. Ich gehe nur auf die wichtigsten Möglichkeiten ein, wie z.B. der Schriftgröße und Detaileinstellung ein.

  1. Rufe das Menü auf
  2. Schaue unter „Kartenquelle…“ nach, ob „Offline-Vektor-Karten“ ausgewählt wurde.
  3. Je nach Bildschirmgröße des Smartphones, stelle die Schriftgröße auf 150%.
  4. Unter „Details“ habe ich eingestellt: Mehr Details, Straßenoberfläche und Straßenoberfläche anzeigen, Gebäudefärbung nach Typ

Tipp: Ich verwende auch nachts den Kartenmodus „Tag“.

OsmAnd: Was sonst noch?

Tausend andere Dinge – aber das musst du selbst ausprobieren oder einstellen. Wenn du die Konfiguration mal undurchschaubar vergeigt hast, dann kannst du die App einfach De- und anschließend wieder neu installieren.

Man kann natürlich noch viel mehr machen. „OsmAnd“ eignet sich auch zum Aufzeichnen deiner Strecken. Ich verwende die App oft zum Laufen oder Radfahren – ganz ohne auf die Karte zu schauen. Dabei lasse ich mich per Sprachnavigation navigieren. Ich packe mein Smartphone in eine geschützte Hülle, schnalle es an den Arm, wähle die vorher ausgesuchte Strecke aus, schalte die Navigation an (abgeknickter Pfeil neben dem Einstellungsmenü) und laufe los. Das macht echt Spaß, vor allem, wenn man nicht auf die Karte schauen muss und sich komplett auf die Landschaft konzentrieren kann.

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Neu: Strecken-Import von der Sportuhr oder Wearable

22 September 17 von Klaus Bechtold

Jetzt gibt es endlich mal wieder eine neue Funktion, die man auch sieht. Ich bin ja jeden Tag am rummachen, aber meistens sind das Optimierungen oder einfach nur Datenpflege, die man als Benutzer nicht zu Gesicht bekommt. Ich muss zum Beispiel jeden Tag die neuen Benutzerbilder kontrollieren und freigeben, ob der „Content“ jugendfrei ist – ansonsten wird mir die Erlaubnis zum Anzeigen von Google-Werbung entzogen. Sachen gibt es ;-)

Im Frühjahr lernte ich die Betreiber einer Website aus der Schweiz kennen, die individuelle und maßgeschneiderte Trainingspläne für Läufer (und Radfahrer) erstellen: running.COACH. Es gibt ja sehr viele Anbieter in diesem Segment, aber running.COACH hat sich seit ihrem Launch im Jahre 2010 in der Szene einen glaubwürdigen Namen durch sehr gute Funktionen und Leistungen erarbeitet.

Eigentlich wollte ich maßgeschneiderte Trainingspläne für die Sportlerinnen und Sportler bei GPSies.com anbieten. Beim Entdecken und Ausprobieren von running.COACH kam ich dann auf eine andere Idee: Integration des Streckenimports. Die Schweizer haben im Laufe der Zeit für die GPS-Uhren von Garmin, Polar, Suunto, TomTom und Fitbit sowie von Strava, Runkeeper und MapMyFitness eine universelle Importmöglichkeit entwickelt. Jeder dieser Hersteller bietet eine individuelle Schnittstelle zum Austausch von Daten an. running.COACH hat Kooperationen mit den Herstellen abgeschlossen und darf diese nach Einwilligung des Nutzers benutzen, um die Daten (Trainingsdauer, -tag, Strecke, Herzfrequenz, …) auslesen.

Verstanden? Nein? – kein Problem ;-) Hier nochmal: du hast ein GPS-Tacho am Lenker oder eine Sportuhr am Arm (ich habe zwei Arme und laufe somit auch immer mit zwei Sportuhren: links TomTom, rechts Polar – darüber schreibe ich auch mal). Wenn ich das Training beende, synchronisieren sich beide Uhren via Bluetooth mit der App auf dem Smartphone. Die Daten, wie Puls, Distanz, Strecke werden automatisch zu „TomTom Sports“ bzw. „Polar Flow“ übertragen. So, das ist jetzt nichts Neues.

running.COACH hat in ihrem Portal eine Software entwickelt, die auf die Daten von TomTom, Garmin, Polar und Co. zurückgreifen kann. Ähnlich wie auch Strava das schon macht. Ist eigentlich auch nichts Neues, aber trotzdem ziemlich toll. Damit ist es für den Anwender total einfach, sein Training inkl. Auswertung im Blick zu haben – er muss gar nichts mehr machen – ist alles schon im Kalender eingetragen. Als ich diese Funktion entdeckte, running.COACH macht das ja nicht nur für eine GPS-Uhr, sondern gleich für ein paar, überlegte ich mir: wie machen die das? Wäre es nicht toll, wenn die GPSies-User auch so eine Funktion hätten, um so ganz schnell mal die Lieblingsfahrrad -oder laufstrecke zu importieren?

Sie Idee: Strecken-Import direkt von GPSies

Und so kam es, dass ich meine Idee vorschlug. Stefan von running.COACH bot an, diese Funktion aus deren Trainingsportal abzukoppeln und als externen Service anzubieten. So, und da stehen wir jetzt. Ab sofort könnt ihr euch über running.COACH mit Garmin, Polar, Suunto, TomTom und Fitbit sowie von Strava, Runkeeper und MapMyFitness und direkt eure Strecken zu GPSies importieren. Zugegeben, das wurde eigentlich für Läufer zugeschnitten, aber es funktioniert auch für Radfahrer – ist alles die gleiche Suppe.

Anleitung

Du musst natürlich bei GPSies angemeldet und registriert sein. Gehe nach der Anmeldung in dein Profil. Ganz unten gibt es eine neue Sektion: „Verbinde deine Sportuhr“. Klicke auf den Button: „verbinden“.

Um dich mit dem jeweiligen Dienst zu verbinden, benötigen wir noch ein paar Angaben zu deiner Person, wie deinen Vor- und Zunamen oder dein Geschlecht.

Nachdem du das Formular abgesendet hast, kannst du den Hersteller deiner Sportuhr auswählen. Dazu einfach auf das Symbol klicken. Nach der Auswahl wirst du auf eine Zwischenseite des Anbieters umgeleitet, auf der du die Verknüpfung bestätigen und deine Erlaubnis erteilen kannst.

Wenn alle Angaben richtig eingegeben wurden, dann kann es losgehen. Meine Erfahrung ist, dass es noch ein paar Minuten dauern kann, bis die Strecken sichtbar sind. Um eine Strecke in GPSies zu importieren, gehe entweder wieder in dein Profil unter „Verbinde deine Sportuhr“. Dort gibt es jetzt einen neuen Button: „Strecken“.

Alternativ siehst du unter dem Menüpunkt „Erstellen“ -> „Hochladen“ ganz unten bei der Dateiauswahl ebenfalls einen neuen Button: „Wearable-Verbindung“.

Es öffnet sich ein neues Fenster mit deinen Strecken, sofern schon verfügbar sind. Wähle in der Liste auf der rechten Seite die entsprechende Strecke aus. Sie wird dann in der Karte angezeigt. Wenn diese Strecke zu GPSies übernommen werden soll, dann musst du nur noch auf den „speichern“-Button klicken. Du wirst nun zur der bekannten Seite weitergeleitet, wo du der Strecke einen Namen geben und sie beschreiben kannst. Alternativ kannst du die Strecke auch direkt in den Editor importieren um sie erst mal vor dem Speichern zu korrigieren.

Eine Bitte hätte ich noch: bitte importiere nicht immer die gleichen Strecken. Ich laufe ca. 80 mal im Jahr eine Trainingsstrecke am Teltowkanal – immer die gleiche Strecke, jeden Dienstag und Donnerstag. Es macht keinen Sinn, wenn diese Strecke nun 1000 mal im Portal existiert. GPSies speichert ja auch keine Trainingsdaten – von daher macht das absolut keinen Sinn.

Lust auf mehr mit running.COACH?

Wenn du Lust hast, dann kannst du deinen Account bei running.COACH auch zu einem „richtigen“ Account umwandeln. Deren Geschäftsmodell ist ja eigentlich die sportliche Begleitung mit Trainingsplänen und Auswertungen.

Für die Umwandlung gehst du auf die Website www.runningcoach.me und fügst oben rechts bei „Login“ deine bei GPSies hinterlegte E-Mail-Adresse ein. Danach klicke bitte auf „Passwort vergessen“. Danach bekommst du eine E-Mail und eine Anleitung, wie du dir ein Passwort vergeben kannst. Als letzten Schritt brauchst du dich nur noch bei running.COACH mit dem neuen Passwort anzumelden und unter „Einstellungen“ den Trainingsplan neu generieren – that’s it.

Datenschutz und Sicherheit

Ich möchte noch erwähnen, dass man mit dieser Verbindung zwei weiteren Dienstleistern (GPSies und running.COACH) die Möglichkeit einräumt, Zugriff auf seine Daten zu bekommen. Immerhin kann man aus den Daten eine gewisse sportliche Affinität und auch Kontinuität heraus deuten und feststellen (wo und wann trainiere ich, wie oft, usw.). Im Klartext: wenn ich das tue, dann sollte mir klar sein, dass ich das tue. Ich (GPSies) kann versichern, dass ich mit den Daten rein gar nichts mache – sie laufen nur flüchtig über meine Server und werden dort (außer der Strecke natürlich) nicht gespeichert. Dass running.COACH oder der Sportuhrhersteller (Polar, Garmin, …) selbst etwas damit anfangen, glaube ich zwar auch nicht, aber wer dieses Thema sensibel angehen möchte, der muss darüber nachdenken, ob er es möchte und dann erlaubt.

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Mitfahrer finden mit Cyclique

18 September 17 von Klaus Bechtold

Jaja, ich muss mal wieder was schreiben. Es gibt ja auch was ;-) – eigentlich gibt es immer etwas Neues bei GPSies. Heute ging beispielsweise eine neue Funktion online, über die ich aber erst in ein paar Tagen berichten werde. Ihr könnt sie schon sehen und sie ist eigentlich ziemlich „hot“. Nein, es gibt keinen weiteren Tipp von mir – auch in den Kommentaren werde ich nicht darauf eingehen. Das ist gemein – I know…

Zurück zu Cyclique. Was ist das? Wie hat es angefangen? Es war in diesem Frühjahr, also mit der Aussicht auf einen tollen Radfahrer-Sommer, also noch vor diesem sch… – ähm, also, wie in jedem Frühjahr sprießen die Fahrradmessen aus dem Boden. In Berlin gibt es gleich zwei davon: VELOBerlin und die Berliner Fahrradschau . Ich war natürlich auf beiden. Als Besucher, nicht als Aussteller. Um ein bisschen kostenlose Werbung zu machen, habe ich beim Besuch der Berliner Fahrradschau mein GPSies-Shirt angezogen.



An einem Stand kam ich nicht vorbei, denn einer der Standbetreiber glotze mich an und ich musste einfach dort hin. Ich muss sagen, dass der Stand auch nicht gerade unauffällig war – auch ich starrte dort hin. Quietschiges Zitronengelb mit brasilianischem Froschgrün gemischt – der Stand brodelte förmlich vor sich hin. Mich begrüßte der Gründer Christian Dauelsberg, der mich an meinem Shirt erkannte und freudig begrüßte. Es sei ein wahrer GPSies-Fan erklärte er mir und danach auch noch sein Unternehmen Cyclique – ich verstand’s aber erst nicht. Erst nach dem zweiten mal hatte ich’s kapiert. Dabei ist es doch ganz einfach: Cyclique ist eine Community, die verspricht, Radfahrern den richtigen Mitfahrer zu vermitteln. Also, man möchte eine Radtour machen, hat aber keine Lust sie alleine zu fahren. Dann kann man deren kostenlose App für’s iPhone oder Android installieren und sich registrieren, einen neuen Eintrag erstellen, den Tag angeben, kurz die Tour beschreiben, Radtyp (Rennrad, MTB, …) Länge, Schwierigkeitsgrad usw. und schon können sich Mitfahrer melden. Ich dachte zuerst, das ist eine Fahrrad-Dating-App – aber das ist quatsch – darum geht es nicht.



Da jede Radtour in der Regel draußen und nicht auf dem Ergometer oder Rollentrainer stattfindet, bietet es sich an, dort eine echte Strecke zum Abfahren zu verlinken. Und jetzt kommen wir zum Kern des Beitrags: wir sind eine Kooperation eingegangen, die die Strecken von GPSies beim Anlegen eines neuen Termins beisteuert. Macht Sinn, oder?

Jetzt ist natürlich aller Anfang schwer. Cyclique wächst zwar stark, aber so ein Projekt lebt halt von einer Community bzw. von Terminen zum Mitfahren. Je mehr darüber berichten, desto mehr nutzen Cyclique und so weiter. Ich kann euch nur dazu ermutigen, die App einfach mal auszuprobieren. Zu erwähnen ist auch, dass für Läufer auch noch die Schwester-App Runclique entwickelt wurde.

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Schreibblockade? Was ist eigentlich los bei GPSies?

2 September 17 von Klaus Bechtold

Ähm, what?? Der letzte Blogartikel wurde vor über einem Jahr verfasst? Oh – das ist mir jetzt aber ein bisschen peinlich… aber da muss ich jetzt durch. Jetzt geht es wieder los!

Tja, der Sommer wurde geschafft – den Ansturm konnte ich trotz einer Steigerung der Nutzung ohne weitere Investitionen in die Hardware überstehen. Das wurde alleine durch Optimierungen der Software und durch Umstrukturierungen der Servertopologie realisiert. Das kostet natürlich sehr viel Zeit in der Analyse und dann in der Umsetzung.





Die meisten von euch denken, dass GPSies aus einer Firma von mehreren Mitarbeitern entwickelt und betrieben wird. Das stimmt nicht, denn GPSies ist nur mein persönliches und nebenberufliches Hobby, also neben meinem Hauptjob als Softwareentwickler und Familienvater. Ich „leiste“ mir einen Administrator, der mir ebenfalls nebenberuflich bei der Verwaltung der 14 Server hilft.

Ihr glaubt gar nicht, wie viel Zeit ich jeden Tag in mein Hobbyprojekt investiere. Dazu kommt dann auch noch die tägliche Mail-Flut über das Kontaktformular, die ich immer sofort beantworten muss, da ich sonst einen zu starken Rückstau bekommen würde (ich kann nicht mal ohne WLAN in den Urlaub fahren!). Das GPS-Thema ist halt nicht einfach und ich bekomme viele Hilferufe von verzweifelten Nutzern, wenn die Garmin-Hotline nicht mehr weiter weiß. Oft blocke ich gleich ab, denn ich kann mir aus Zeitgründen keine Individualbetreuung mehr leisten. Manchmal reagieren die Nutzer dann darüber verärgert – aber das sind nur ganz wenige.

Ich glaube, dass GPSies eines der größten Hobbyprojekte Deutschlands ist, wenn man die Community von 600.000 registrierten Benutzern als Maßstab nehmen würde. Leider reichen die Einnahmen durch die Vermarktung und durch Kooperationen noch nicht aus, um GPSies auf eigene Beine zu stellen. Eigentlich ist GPSies ein schlafender Riese, der von Investoren noch nicht entdeckt wurde. Das Potential ist riesig, denn GPSies als Marke hat sich seit dem Bestehen der letzten 11 Jahre in die Outdoorwelt eingebrannt und ist nicht mehr wegzudenken.

Was würde ich mir wünschen? Zeit! Ja, eigentlich nur Zeit. Zeit für mich und Zeit meine Familie. Ich weiß nicht, wie lange ich GPSies in dieser Form noch aufrechterhalten kann. Keine Angst!!! Das war jetzt nur mal laut gedacht ;-) Naja, ich würde mich auch über finanzkräftige Kooperationspartner oder Investoren freuen, die mich durch ihre Unterstützung entlasten oder die Weiterentwicklung (vor allem der Apps) finanzieren könnten.

Ich möchte mich an dieser Stelle für die vielen Unterstützer von GPSies bedanken. Wenn ihr in der Vergangenheit nicht so zahlreich „gespendet“ hättet, dann hätte ich GPSies zeitweise nicht mehr finanzieren können (vor allem, wenn das Finanzamt zu starke Vorauszahlungen einfordert und diese dann wieder nach unten korrigiert). Danke danke danke!

Mist, jetzt brauche ich noch ein Bild, denn ohne Bilder kein Artikel und Interesse bei der Leserschaft – bis hierher hat sowieso keiner mehr gelesen :-)

Jedenfalls bin ich wieder zurück und werde meine Schreibblockade bekämpfen! Demnächst gibt es dann wieder thematisch weiter – also ohne dem Gejammer…

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10 Jahre GPSies

29 August 16 von Klaus Bechtold

10 Jahre ist es nun her, als ich die erste Version von GPSies.com ins Netz stellte. Gerade wurde die 4 millionste Strecke erstellt und aus diesem Anlass möchte ich gerne einige Erinnerungen und Gedanken niederschreiben.






Die Idee

Die Idee kam mir im Frühjahr 2006 beim Laufen. Ein halbes Jahr zuvor hatte ich den globigen Garmin Forerunner 301 gekauft. Da ich mir die teuren Garmin-Karten nicht “leisten wollte”, fing ich an mit den Geodaten der Uhr zu experimentieren. Die Materie war mir völlig fremd, aber mein Forscherdrang und Wissensdurst als Software-Entwickler war zu dieser Zeit unermüdlich ;-) So konnte ich schnell meine Strecken auf den damals auch gerade veröffentlichten Google Maps (Version 2) visualisieren.

Das Laufen mit GPS war absolutes Novum und ich wurde mit der etwas groß geratenen Elektronik am Handgelenk oft belächelt – und damit meine ich nicht nur meine Frau. Aber es gab ein paar wenige Gleichgesinnte in der Welt, die das auch machten und genau das suchten, was ich für mich programmierte. Und dann kam der eigentliche Ur-Knall: man konnte durch ein Firmwareupgrade am Garmin Forerunner 305 (Nachfolger vom 301) auch Strecken nachlaufen und -fahren (mittels “Wurmnavigation”). So entstand der Streckenplaner bzw. -editor. Durch die Erforschung des damaligen Garmin Formates CRS (Vorläufer von TCX) konnte ich nun Strecken zum Garmin senden. Das war nicht einfach, denn man muss einen plausiblen Zeitstrahl berechnen und mit in die Datei einweben.






Wachstum

Das kleine Pflänzchen GPSies wuchs mit anfangs nur 20 Nutzern und 100 Strecken pro Monat. Durch Diskussionen in Internet-Foren (Facebook war noch zu klein) verbreitete sich GPSies in einem sehr kleinen Nutzerkreis aus Sport-, Outdoor- und GPS-Interessierten weiter. Ich bekam viele Anregungen, was ich noch entwickeln könnte. Da ich so versessen in dieses Thema war, waren die gewünschten Funktionen oft schon am nächsten Tag online – die Begeisterung der kleinen Community war entsprechend groß. Ich kann mich noch sehr gut an ein portugiesisches MTB-Forum erinnern, das mich mit den Höhenmetern bekannt machte. Beim Laufen spielte das eine eher untergeordnete Rolle, vor allem hier in Berlin. Dann gab es eine Community in Israel, die mich lehrte, dass es auch Höhenmeter unter dem Meeresspiegel gibt. Den größten Zuspruch und Anregungen erfuhr ich jedoch hier in Deutschland.

GPS Markt entwickelt sich

Nach und nach entwickelte sich der Markt. Garmin, Google Maps, OpenStreetMap, Geocaching und GPS-fähige Smartphones erlangten große Popularität, sodass das GPS-Thema in Sport/Freizeit und damit auch GPSies immer bekannter wurde. Ein riesiges Plus war und ist immer noch der GPSies-Dateikonverter, der sehr einfach Dateien von einem Format ins andere konvertieren kann. Diese Software ist übrigens eine komplette Eigenentwicklung und ein attraktives Gegenstück zu GPS Babel.

Als dann endlich die Smartphones erfunden wurden und Apple mit dem iPhone die Welt eroberte (die erste GPSies-iPhone Version erschien 2009), interessierte ich mich als Java-Entwickler für das neue Betriebssystem Android. 2008 bestellte ich mir das ein Android-Buch aus den USA und kaufte mir das erste Android Smartphone G1. Anfang 2009 war es endlich soweit und ich brachte die erste Version von GPSies für das Android auf den Markt. Google belohnte mich und schenkte mir dafür ein Jahr später das Smartphone Nexus One.

Serveradministration

Anfangs kam ich mit einem Server aus. Auf diesem lief noch meine private Homepage und ein paar Websites von Freunden. Nach und nach stieg die Nutzung an. Es gab oft Ausfälle wegen zu hoher Belastung und ich als Software-Entwickler war mit der Server-Administration und Server-Sicherheit völlig überfordert.

Zufällig ergab sich, dass ein befreundeter Softwareentwickler mit Ambitionen zu DevOps und Administration sich der Serverlandschaft annahm. Ein glücklicher Umstand, der bis heute anhält (vielen Dank lieber Kai!). Mittlerweile besteht das GPSies-Netzwerk aus 13 Servern, die verschiedene Aufgaben haben: Load-Balancer (HA-Proxy), Frontendserver (Tomcat), Datenbankservern (MySQL Master/Slave), File-Server, Backup-Server, Kartenserver und so weiter.

4 Millionen Strecken

Heute wurde also die 4 millionste Strecke erstellt und ich freue mich riesig darüber! Ich hätte niemals gedacht, dass GPSies mal so groß und bekannt werden würde. Das war auch nie meine Absicht gewesen, es ist halt einfach passiert! Ok, ich bin auch immer dran geblieben – das muss man auch, wenn ein Projekt eine gewisse Größe erreicht hat. Ich habe immer noch sehr viel Spaß damit und brauche das “ganze Zeug” ja selbst ;-)

Zukunft

In Zukunft muss ich mir mehr Gedanken über die Finanzierung machen. Die Server und eingekaufte Dienstleistungen kosten ein Heidengeld. Die Einnahmen über Werbung sinken, weil AdBlocker der Browser sie nicht mehr anzeigen. Da sind Alternativen gefragt.

Wo es später mal hingeht, kann ich noch nicht voraussagen. Ich bemerke seit 10 Jahren stetiges Wachstum und auch diesen Sommer wurden wieder Rekorde gebrochen. Es werden teilweise an einem einzigen Tag 5.000 neue Strecken erstellt – so viele wie das komplette Jahr 2007. Die Finanzierung erfolgt durch Kooperationen, Werbeschaltungen und Zuwendungen per Paypal oder Überweisung. Selbst der Vater des Internets, Tim Berners-Lee, hat GPSies finanziell unterstützt. Darauf bin ich mächtig stolz :-)!






Danksagungen

Zum 10-jährigen Jubiläum bedanke ich vor allem meiner Frau und meinen beiden Kindern, dass sie mich mit meinen GPSies-Spinnereien so lange ertragen haben. Eigentlich müsste jetzt ein langer Gedankenstrich kommen, denn das war und ist immer noch eine starke Belastung.

Dann bedanke ich mich bei den mittlerweile 500.000 Nutzern weltweit, die das Projekt vorantreiben. Vielen Dank an meine Kooperationspartner, mit deren Einnahmen ich die “Maschinen unter Dampf” halten kann. Danke an die finanziellen Unterstützer von GPSies, die mir helfen, die Kosten zu decken. Danke an den DevOps Kai, den Entwickler Atti und den Designer / Konzepter Max für eure ständige Bereitschaft und Hilfe! Danke an die App Entwickler von mediaworx berlin AG (iPhone, danke Flo!) und von OPEN KNOWLEDGE aus Oldenburg (Android, danke Torsten!). Weiterhin vielen Dank an mein Vermarktungsteam we.interact, das die finanzielle Grundlage sichert und GPSies mit Ideen und Kooperationspartnern anreichert. Und vielen Dank an die vielen “Poweruser”, die schon richtige Freunde geworden sind, für die langen, zähen und nervigen Diskussionen (hahaha – nur ein Spaß)!

So, jetzt geht es wieder zum Marathontraining – in 4 Wochen ist es wieder soweit. Sitzt nicht so lange am Rechner und geht raus und bewegt euch :-)!

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Jetzt privat: Live Tracking verbergen

8 Juli 16 von Klaus Bechtold

Ein Thema, was längst überfällig ist und mir immer ein bisschen zu kompliziert war: ab sofort kann man sein Live Tracking verstecken und nur den Personen mitteilen, die das auch sehen dürfen.

Live Tracking – was ist das eigentlich?

Das kennt bestimmt fast Jede und Jeder unter euch, aber ich erkläre es einfach noch einmal:

Mit dem Live Tracking werden von einer Smartphone-App (z.B. GPSies für Android) alle paar Sekunden die aktuelle Position zum GPSies-Server geschickt. Diese Position können dann die GPSies-Benutzer unter der Live Tracking Seite verfolgen. Am einfachsten ist es tatsächlich mit der GPSies App zu “live zu tracken”. Leider kann das nur bisher die Android Version. Um die iPhone Version nachzuziehen, fehlt mir gerade etwas Zeit und Geld. Übrigens, mit der GPSies Live Tracking API kann man ganz einfach weitere Apps (z.B. Backitude, Locus, Oruxmaps, OsmAnd, …) dazu bewegen, ebenfalls die aktuelle Position auf GPSies zu senden. Dafür sind nur wenige Parameter notwendig (siehe auf der Live Tracking Seite unter “GPSies Live Tracking API”).






Die Herausforderung

Es war leider nicht so einfach den privaten Modus einzubauen, denn GPSies läuft ja nicht nur auf einem Server. Im Verbund der derzeit 13 Server des GPSies Netzwerks nehmen drei Server u.a. eure Live-Tracking-Punkte auf. Da GPSies hoch performant laufen muss, werden diese Daten im Netzwerk sehr intelligent “gecached” (zwischengespeichert). Das geschieht über eine Datenbank (GPSies hat übrigens 3 Datenbank-Server) oder über eine Mischung aus Datenbank und verteiltem Cache.

Jedenfalls kannte GPSies bisher nur den einen Modus: alle Live Trackings waren bislang öffentlich. Ab sofort kann man in seinem Profil und auch direkt auf der Live Tracking Übersicht seine Spuren vor allzu neugierigen Blicken verbergen. Der Menüpunkt im Profil heißt: “Meine Live Trackings sind öffentlich”. Wenn das Häkchen davor entfernt wird, dann kann das Tracking nur von einem selbst – oder per Link verschickt, auch an weitere Interessenten verteilt werden.

Wer kann das private Live Tracking sehen?

Nur diejenigen, die den Link bzw. den Schlüssel dazu haben. Wenn ihr also ein Live Tracking im privaten Modus startet, dann wird ein spezieller Link generiert. Dieser enthält direkt auch den Schlüssel. Alles was ihr tun müsst, ist, diesen Link weiter zu geben. Den Link bzw die URL findet ihr unterhalb der Karte (siehe unter der Karte “Dieses Live Tracking integrieren”).

Ich gebe zu, dass die Weitergabe noch ein bisschen umständlich ist. Ich fände es am besten, wenn z.B. die GPSies App auf Wunsch gleich den verschlüsselten Aufruf an eure ausgesuchten “Follower” verteilen würde. Aber wie oben schon bemerkt, fehlt mit für den Einbau bzw. Update der Apps die Zeit und leider auch das Geld (externe Dienstleister).

Anmerkung: jedes Live Tracking hat übrigens einen unterschiedlichen Schlüssel – ein Live Tracking an einem anderen Tag hat einen neuen Schlüssel.






Bleibt der öffentliche Modus?

Ja, das bleibt alles beim Alten, das bisherige Verhalten wird sich nicht ändern.

Was gibt es noch Neues?

GPSies läuft und läuft und läuft! Im letzten Jahr und auch die Jahre davor gab es immer mal wieder Aussetzer und Hänger – wegen Überlastung der Server. Das Problem haben wir mittlerweile gelöst und konnten den ersten richtigen Ansturm im Mai mit fast 120.000 neuen Strecken sehr gut überstehen. Einige Server wurden erneuert und die Festplatten auf SSD umgestellt. Außerdem wurde die Server-Architektur überarbeitet.

Was noch?

Etwas für Profis: im Strecken-Editor bzw. Touren Planer kann man jetzt mit der rechten Maustaste ein “Undo” (letzten Klick rückgängig machen) erreichen. Das erleichtert die Streckenerstellung ein wenig.

Noch etwas?

Nee – das war’s erst mal :-) . Ich wünsche euch einen schönen Sommerurlaub!

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Neue Funktion: Benutzer merken

14 März 16 von Klaus Bechtold

Es gibt immer mal wieder Benutzer, die bemerkenswerte Streckensammlungen auf GPSies erstellen und mich interessieren. Am Freitag ist mit wieder mal so ein Benutzer aufgefallen, diesmal aus Spanien. Um den Benutzer zu merken, hatte ich mir in der Vergangenheit einen Streckenordner angelegt “Interessante Benutzer”. Dort hatte ich dann exemplarisch eine Strecke des Benutzers hineingelegt, um ihn später mal wiederzufinden.


Das ist natürlich nur eine Notlösung. Am Wochenende hatte ich Zeit und eine neue Funktion eingebaut: Benutzer merken

Eigentlich ist das die Vorstufe zum Folgen, der Community-Funktion, die man auch aus den Social Media Netzwerken kennt. Soweit bin ich aber noch nicht gegangen. Zurzeit wird der gemerkte Benutzer noch nicht darüber informiert, dass ihm jemand folgt – aber das kommt auch noch.






Die gemerkten Benutzer können unter einem eigenen Menüpunkt abgerufen werden. Das Merken der Benutzer ist auf vielen Seiten von GPSies möglich (siehe blauer Button: “merke xyz”).

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Was läuft gerade bei GPSies?

27 Februar 16 von Klaus Bechtold

Leute, ihr denkt bestimmt, GPSies ist im Winterschaf und ruht sich aus. Naja, weit gefehlt. Sehr weit sogar, denn es passiert jeden Tag etwas: GPSies wird jeden Tag verbessert oder weiter entwickelt.

Ich möchte mich mal wieder melden und euch einen kleinen Status geben, über das, was in den letzten Wochen passiert ist.

Was man sieht

Es gibt Änderungen, die man “sieht”, d.h. es sind neue Funktionen dazu gekommen:

  • Garmin FIT mit Wegepunkten (Import oder Export)
    Seit ein paar Wochen können Garmin FIT-Dateien nicht nur importiert, sonder auch exportiert werden. Das war ein vielfacher Wunsch einiger verzweifelter Garmin Benutzer, die nur sehr umständlich Dateien auf ihr Garmin (z.B. Edge 20) übertragen konnten.
  • Download mit original Zeiten (Timestamps)
    Viele haben mich in der Vergangenheit immer mal wieder angeschrieben, ob nicht die original Zeiten der hochgeladenen Dateien mit ausgegeben werden können. Das hatte ich immer auf Hinweis auf die Anonymität verweigert. Das ist natürlich bei eigenen Dateien quatsch und deshalb ich habe das jetzt ermöglicht. Also, wer angemeldet ist, der kann ab sofort seine Dateien (GPX, TCX, CRS, …) mit den original Zeiten (Timestamps) herunterladen.
  • Download mit aktuellen Zeiten (Timestamps)
    Auf diese Idee bin ich gekommen, als ich mit meiner Polar Laufuhr V800 mal eine Strecke nachlaufen wollte. Die Uhr kann das nämlich. Polar bietet das Nachlaufen von Strecken als “Wurmnavigation” jedoch nur an, wenn man sie schon mal gelaufen ist (was für eine “geniale” Logik ;-) – wer ist nur darauf gekommen). Es gibt für Android Benutzer die App SyncMyTracks, die eine GPX Datei in das Portal Polar Flow importieren kann. Und da ist es super bequem, wenn die GPX Datei das aktuelle Datum hat. Ich würde das gerne den Import zu Polar Flow direkt machen, aber Polar reagiert leider nicht auf meine Anfragen.
  • Teilen von privaten Streckenordnern
    Auch das Teilen von privaten Streckenordnern ist immer mal wieder nachgefragt worden. Wenn ein Streckenordner “privat” ist, dann wird ab sofort beim Teilen automatisch ein Parameter “authkey” angehängt. Dieser bewirkt, dass alle sich dort befindlichen Strecken, egal ob öffentlich oder privat, anzeigen und aufrufen lassen.
  • Neues Import-Format TomTom BIN (ttbin)
    Dateien, die TomTom GPS-Sportuhren erzeugt haben, können nun auch zu GPSies importiert werden. Die Erkennung funktioniert manchmal jedoch nicht, da ich eigentlich keine Anleitung von TomTom habe, wie das binäre Format aufgesetzt ist. Ich benutze dazu eine Java Bibliothek, die oft funktioniert, aber Aber besser als nix ;-)

In den letzten Wochen habe ich bestimmt noch mehr gemacht, aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Ich bin ja auch keine 30 mehr ;-)






Was man nicht sieht und dennoch passiert ist

Der Großteil (95%) der Arbeit steckt in den Änderungen, die man nicht sieht. Ich bereite mich seit Mitte Dezember auf den saisonalen Ansturm vor, der im März startet. Die ersten Rennradteams erstellen bereits ihre neuen Touren auf “Malle” und es wird allerhöchste Eisenbahn, mal wieder an der Performance zu schrauben. Das muss ich jedes Frühjahr machen, weil GPSies stetig wächst.

Im Winter haben mein unendlich geduldiger Admin Kai und ich unzählige Wege ausprobiert, um GPSies schneller und effizienter machen. Wer denkt, dass GPSies nur aus einem Internetserver besteht, liegt falsch. Die Serverlandschaft besteht mittlerweile aus 1xLoadbalancer, 3xFrontendservern, 3xDatenbankservern, 2xKartenservern, 1xTest- und Integrationssystem, 1x Backupserver und 1xNFS-Sever – alles zusammen 12 Server. Die Server stehen übrigens alle in Deutschland, die meisten hier gleich um die Ecke bei Inter.net in Berlin-Tempelhof.






GPSies hat seit 2 Wochen eine MongoDB (abgeleitet vom engl. humongous, „gigantisch“). Das ist eine sauschnelle, dokumentenbasierte Datenbank, die blitzschnell Ergebnisse liefert. Eigentlich habe ich sie nur wegen der Suchmaschinen eingesetzt. Der Anteil der Anfragen von Suchmaschinen ist enorm. Jeden Tag werden über 1 Million Seiten von Google, Bing, Yahoo!, Baidu, Yandex u.v.a. aufgerufen. Ihr habt richtig gelesen: über 1 Million Anfragen pro Tag! Das sind pro Stunde über 40.000, in der Minute 700 und in der Sekunde(!) 12 Anfragen. Im Durchschnitt wohlgemerkt. Es ist ja nicht so, dass die Suchmaschinen sich absprechen und GPSies serverschonend befeuern. Das Gegenteil ist leider der Fall und ich muss GPSies so aufbereiten, dass pro Sekunde(!) 50 Anfragen der Suchmaschinen bedient werden können. Ja, und wenn dann noch ein paar tausend GPSies Benutzer mit dem System arbeiten wollen, dann könnt ihr euch vorstellen, dass es ganz schön eng wird. Sicher hat der eine oder andere schon geflucht, warum GPSies zeitweise so langsam ist. Zumindest wisst ihr jetzt Bescheid.

Was das alles kostet! Leute, es kostet mich vor allem Zeit. Und natürlich Geld. 12 Server und Dienstleistungen (Routing, OpenCycleMaps) – da kommt schon satter Betrag zusammen. Glücklicherweise haben noch nicht alle Benutzer von euch Ad-Blocker installiert, denn ein wesentlicher Teil der Finanzierung erfolgt durch Werbung. Dazu kommen dann noch eure “Spenden”, wobei bei diesen nur die Miete für 2-3 Server pro Monat zusammenkommt. Ich möchte mich aber nicht beschweren ;-) – ich liebe GPSies und als leidenschaftlicher Läufer und Radfahrer brauche ich das GPSies-Zeug ja selbst.

Was sonst noch? Google Picasa wird leider eingestellt
Oh ja, das tut echt weh, aber Picasa wird demnächst von Google abgeschaltet. Was das für die vielen Benutzer bzw. deren Strecken bedeutet, die Bilder von Picasa integriert haben, kann ich noch nicht ganz ermessen. Es ist für mich auch nicht ganz klar, was hinter der Abschaltung noch funktioniert und was nicht. Mehr dazu hier.

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