Neu: Strecken-Import von der Sportuhr oder Wearable

22 September 2017 von Klaus Bechtold

Jetzt gibt es endlich mal wieder eine neue Funktion, die man auch sieht. Ich bin ja jeden Tag am rummachen, aber meistens sind das Optimierungen oder einfach nur Datenpflege, die man als Benutzer nicht zu Gesicht bekommt. Ich muss zum Beispiel jeden Tag die neuen Benutzerbilder kontrollieren und freigeben, ob der „Content“ jugendfrei ist – ansonsten wird mir die Erlaubnis zum Anzeigen von Google-Werbung entzogen. Sachen gibt es ;-)

Im Frühjahr lernte ich die Betreiber einer Website aus der Schweiz kennen, die individuelle und maßgeschneiderte Trainingspläne für Läufer (und Radfahrer) erstellen: running.COACH. Es gibt ja sehr viele Anbieter in diesem Segment, aber running.COACH hat sich seit ihrem Launch im Jahre 2010 in der Szene einen glaubwürdigen Namen durch sehr gute Funktionen und Leistungen erarbeitet.

Eigentlich wollte ich maßgeschneiderte Trainingspläne für die Sportlerinnen und Sportler bei GPSies.com anbieten. Beim Entdecken und Ausprobieren von running.COACH kam ich dann auf eine andere Idee: Integration des Streckenimports. Die Schweizer haben im Laufe der Zeit für die GPS-Uhren von Garmin, Polar, Suunto, TomTom und Fitbit sowie von Strava, Runkeeper und MapMyFitness eine universelle Importmöglichkeit entwickelt. Jeder dieser Hersteller bietet eine individuelle Schnittstelle zum Austausch von Daten an. running.COACH hat Kooperationen mit den Herstellen abgeschlossen und darf diese nach Einwilligung des Nutzers benutzen, um die Daten (Trainingsdauer, -tag, Strecke, Herzfrequenz, …) auslesen.

Verstanden? Nein? – kein Problem ;-) Hier nochmal: du hast ein GPS-Tacho am Lenker oder eine Sportuhr am Arm (ich habe zwei Arme und laufe somit auch immer mit zwei Sportuhren: links TomTom, rechts Polar – darüber schreibe ich auch mal). Wenn ich das Training beende, synchronisieren sich beide Uhren via Bluetooth mit der App auf dem Smartphone. Die Daten, wie Puls, Distanz, Strecke werden automatisch zu „TomTom Sports“ bzw. „Polar Flow“ übertragen. So, das ist jetzt nichts Neues.

running.COACH hat in ihrem Portal eine Software entwickelt, die auf die Daten von TomTom, Garmin, Polar und Co. zurückgreifen kann. Ähnlich wie auch Strava das schon macht. Ist eigentlich auch nichts Neues, aber trotzdem ziemlich toll. Damit ist es für den Anwender total einfach, sein Training inkl. Auswertung im Blick zu haben – er muss gar nichts mehr machen – ist alles schon im Kalender eingetragen. Als ich diese Funktion entdeckte, running.COACH macht das ja nicht nur für eine GPS-Uhr, sondern gleich für ein paar, überlegte ich mir: wie machen die das? Wäre es nicht toll, wenn die GPSies-User auch so eine Funktion hätten, um so ganz schnell mal die Lieblingsfahrrad -oder laufstrecke zu importieren?

Sie Idee: Strecken-Import direkt von GPSies

Und so kam es, dass ich meine Idee vorschlug. Stefan von running.COACH bot an, diese Funktion aus deren Trainingsportal abzukoppeln und als externen Service anzubieten. So, und da stehen wir jetzt. Ab sofort könnt ihr euch über running.COACH mit Garmin, Polar, Suunto, TomTom und Fitbit sowie von Strava, Runkeeper und MapMyFitness und direkt eure Strecken zu GPSies importieren. Zugegeben, das wurde eigentlich für Läufer zugeschnitten, aber es funktioniert auch für Radfahrer – ist alles die gleiche Suppe.

Anleitung

Du musst natürlich bei GPSies angemeldet und registriert sein. Gehe nach der Anmeldung in dein Profil. Ganz unten gibt es eine neue Sektion: „Verbinde deine Sportuhr“. Klicke auf den Button: „verbinden“.

Um dich mit dem jeweiligen Dienst zu verbinden, benötigen wir noch ein paar Angaben zu deiner Person, wie deinen Vor- und Zunamen oder dein Geschlecht.

Nachdem du das Formular abgesendet hast, kannst du den Hersteller deiner Sportuhr auswählen. Dazu einfach auf das Symbol klicken. Nach der Auswahl wirst du auf eine Zwischenseite des Anbieters umgeleitet, auf der du die Verknüpfung bestätigen und deine Erlaubnis erteilen kannst.

Wenn alle Angaben richtig eingegeben wurden, dann kann es losgehen. Meine Erfahrung ist, dass es noch ein paar Minuten dauern kann, bis die Strecken sichtbar sind. Um eine Strecke in GPSies zu importieren, gehe entweder wieder in dein Profil unter „Verbinde deine Sportuhr“. Dort gibt es jetzt einen neuen Button: „Strecken“.

Alternativ siehst du unter dem Menüpunkt „Erstellen“ -> „Hochladen“ ganz unten bei der Dateiauswahl ebenfalls einen neuen Button: „Wearable-Verbindung“.

Es öffnet sich ein neues Fenster mit deinen Strecken, sofern schon verfügbar sind. Wähle in der Liste auf der rechten Seite die entsprechende Strecke aus. Sie wird dann in der Karte angezeigt. Wenn diese Strecke zu GPSies übernommen werden soll, dann musst du nur noch auf den „speichern“-Button klicken. Du wirst nun zur der bekannten Seite weitergeleitet, wo du der Strecke einen Namen geben und sie beschreiben kannst. Alternativ kannst du die Strecke auch direkt in den Editor importieren um sie erst mal vor dem Speichern zu korrigieren.

Eine Bitte hätte ich noch: bitte importiere nicht immer die gleichen Strecken. Ich laufe ca. 80 mal im Jahr eine Trainingsstrecke am Teltowkanal – immer die gleiche Strecke, jeden Dienstag und Donnerstag. Es macht keinen Sinn, wenn diese Strecke nun 1000 mal im Portal existiert. GPSies speichert ja auch keine Trainingsdaten – von daher macht das absolut keinen Sinn.

Lust auf mehr mit running.COACH?

Wenn du Lust hast, dann kannst du deinen Account bei running.COACH auch zu einem „richtigen“ Account umwandeln. Deren Geschäftsmodell ist ja eigentlich die sportliche Begleitung mit Trainingsplänen und Auswertungen.

Für die Umwandlung gehst du auf die Website www.runningcoach.me und fügst oben rechts bei „Login“ deine bei GPSies hinterlegte E-Mail-Adresse ein. Danach klicke bitte auf „Passwort vergessen“. Danach bekommst du eine E-Mail und eine Anleitung, wie du dir ein Passwort vergeben kannst. Als letzten Schritt brauchst du dich nur noch bei running.COACH mit dem neuen Passwort anzumelden und unter „Einstellungen“ den Trainingsplan neu generieren – that’s it.

Datenschutz und Sicherheit

Ich möchte noch erwähnen, dass man mit dieser Verbindung zwei weiteren Dienstleistern (GPSies und running.COACH) die Möglichkeit einräumt, Zugriff auf seine Daten zu bekommen. Immerhin kann man aus den Daten eine gewisse sportliche Affinität und auch Kontinuität heraus deuten und feststellen (wo und wann trainiere ich, wie oft, usw.). Im Klartext: wenn ich das tue, dann sollte mir klar sein, dass ich das tue. Ich (GPSies) kann versichern, dass ich mit den Daten rein gar nichts mache – sie laufen nur flüchtig über meine Server und werden dort (außer der Strecke natürlich) nicht gespeichert. Dass running.COACH oder der Sportuhrhersteller (Polar, Garmin, …) selbst etwas damit anfangen, glaube ich zwar auch nicht, aber wer dieses Thema sensibel angehen möchte, der muss darüber nachdenken, ob er es möchte und dann erlaubt.


  1. — Michael    23. September 2017, 10:29    #

    Tolle Funktion! Das sollte hoffentlich für noch mehr und neue Strecken im Portal sorgen :) jeder zusätzliche schritt ist für viele ja doch eine weitere Hürde.


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