Course Creator mit Speed und Pace

18 September 2006 von Klaus Bechtold

Ohje dachte ich mir, als ich die ersten mit meinem neuen Tool erstellten Kurse über mein Garmin Trainingscenter in meine Uhr reinladen wollte. Das hatte nicht funktioniert, weil die Angaben zur Geschwindigkeit fehlten! Hammer, also musste ich für jeden Punkt die Geschwindigkeit errechnen und sie als Timestamp zu den Trackpoints hinzufügen. Ok, das war Chinesisch. Jedenfalls war ich froh, dass ich mich noch an den gemeinen Dreisatz im Allgemeinen und Besonderen erinnern konnte. Ich hätte nie gedacht, dass man den im Leben so oft brauchen würde ;-). Ich baute also ein Formular zur Errechung der Geschwindigkeit (km/h) und des Pace (min/km).

Als ich am Samstagnachmittag endlich fertig wurde (meine Frau und meine Kinder waren glücklicherweise verreist) und mit meinen neuen Course Creator endlich einen Kurs zum Forerunner 305 schicken konnte, traf ich mich mit Carsten im Grunewald zum Joggen. Und ich sage euch, das ist der Oberhammer (es geht also noch doller)!

Carsten dachte, ich bin verrückt, weil ich am Parkplatz genau nach dem Startpunkt (nur ein Mausklick) gesucht habe. Und ich habe ihn gefunden! Dann ging es los. Leider ist mir nach 2 Kilometern meine Uhr “abgestürtzt” und ich habe etwa für 15 Minuten keine Aufzeichnung. Egal, nach kurzer Zeit hatte ich auf meinem Display “Course found” – da war die Welt wieder in Ordnung. Was dann geschah kann ich nur aus meiner Sicht wiedergeben. Da der Grunewald nicht über kartographisierte Straßen verfügt, musste ich ja zu Hause mittels Satellitenaufnahmen den Kurs erstellen. Und da sah es so aus, als ob ich den Track auf einem Weg gezeichnet hatte. In Wirklichkeit war das ja auch tatsächlich ein Weg, aber bestimmt im 19. Jahrhundert zum letzten Mal benutzt worden. Überall Bäume, Sträucher und man kam kaum durch. Carsten fing schon an zu mosern und zu schimpfen und wollte den Kurs wechseln, aber das ging ja nicht wegen der Jungfernfahrt meines Course Creators, also aus Prinzip nicht. Dann, plötzlich hörten wir ein Geräusch, ein Knistern, knack, ich dachte, jetzt kommen die Wildschweine: vor uns türmte sich ein Hirsch mit einem Riesengeweih auf. So etwas hatte ich noch nie in freier Wildbahn vorher gesehen und niemals vermutet, dass so ein Tier in Berlin überleben kann. Carsten gestand mir nun ein, dass sich dieser Track doch noch gelohnt hat. Fortan hüpfte ich wie ein junges Reh und war froh, dass dieser Trip doch noch in die Geschichte eingeht.



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