Ibiza ist mehr als nur eine Party-Insel

31 Oktober 2015 von Klaus Bechtold




Anfang diesen Monats besuchten meine Frau und ich die balearische Insel Ibiza. Wir waren Teilnehmer einer geführten Radreise, die sternförmig die Erkundung der Insel als Ziel hatte.





Gleich auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel sind mir die riesigen Werbetafeln zu “Closing-Parties” aufgefallen. Ibiza ist unter dem Partyvolk wohlbekannt. Anfang Oktober ist dort die Saison zu Ende und die Clubs bzw. Diskotheken motten sich ein zum Winterschlaf. Über die gesamte Nebensaison bleiben jedoch angenehme Chillout Beats in den Cafes und Restaurants allgegenwärtig.





Obwohl die Insel nicht sehr groß ist, kann man sich mit einem Fahrrad innerhalb von Minuten dem touristischen Trubel entziehen. Unser Ausgangspunkt bzw. unser Hotel war auf einer Anhöhe ganz in der Nähe von Sant Antoni de Portmany. Leider findet man auf der ganzen Insel die baulichen Sünden an Landschaft und Natur gegenüber der eigenen Wunsch- bzw. Idealvorstellung, sodass man ein paar Kompromisse eingehen muss. Dennoch ist Ibiza zum Radfahren sehr gut geeignet, denn im hügeligen Terrain findet man immer abseitige Wege. Die Inselverwaltung gibt sich derzeit viel Mühe, Radwege auszubauen und zu Beschildern.





Vom Hotel aus nahmen wir täglich an geführten Touren teil – für mich als passionierter Streckenplaner mal eine schöne Abwechslung “fremde” Strecken auszuprobieren. Unser Guide Dirk von Wikinger Reisen ist sehr kompetent und versuchte stets mit seiner freundlichen Art auf die unterschiedlichen Leistungsniveaus der Teilnehmer einzugehen. Eine nicht leichte Aufgabe, zumal unsere Gruppe vom Rennradfahrer bis zum “mal zum Bäcker”-Radler bestand. Da waren Konflikte vorprogrammiert und wir mussten oft warten, bis alle wieder aufgeschlossen hatten. Die vielen Pausen vertrieb ich mir mit Fotografieren und GPS-Fachsimpeln. Da Dirk die Möglichkeiten zur Streckenplanung von GPSies schon seit Jahren kannte, hatten wir oft Gelegenheit dazu.





Die Leihräder waren in einem erstaunlich guten Zustand. Am letzten Tag der Reise, 3 km vor dem Tagesziel Ses Salines hat jedoch die Natur über die Technik gesiegt: in einer sehr langen und tiefen Pfütze (es hatte geregnet) verabschiedete sich meine komplette Schaltgruppe und ich musste àla Freiherr von Drais die letzten Meter zurücklegen.



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