GPSies Blog - News for Vagabonds

Karten aus OpenStreetMap für Garmin Outdoor GPS erstellen · 14 Mai 13 von Klaus Bechtold

Wer ein Garmin Outdoor & Freizeit GPS gekauft hat, wird sofort mit der Frage konfrontiert, welche Karten für das neue Gerät in Frage kommen. Auf einigen Geräten sind schon Basis- oder Freizeitkarten vorinstalliert, die mehr oder weniger brauchbar sind. Meinen Ansprüchen haben sie allerdings nur für den Notfall genügt, also wenn ich keine anderen Karten zur Verfügung hatte.

Klar, Garmin hat exzellente Karten im Angebot, die keinen Wunsch offen lassen. Aber – sie haben auch ihren Preis. Nun hat man schon ein paar hundert EUR für das Gerät bezahlt und muss dann nochmal in die Tasche greifen, um z.B. beim geplanten Alpencross nicht auf topografische Karten verzichten zu müssen. Der Spaß kostet dann zusätzlich nochmal etwa 150-200 EUR. Außerdem erfordern die Karten von Garmin eine Freischaltung, wenn man sie zusätzlich auf dem PC nutzen möchte. Bei einem PC Wechsel oder der Benutzung auf mehreren Rechnern wird es kompliziert.

Alternativen?

Ja, die gibt es: OpenStreetMap. Diese Karten lassen sich auch auf den Garmin Geräten verwenden. Das ist nichts neues und ich hatte vor einigen Jahren schon mal darüber berichtet.

Und jetzt?

Ich möchte hier eine sehr einfache und effiziente Lösung vorstellen. Sie kommt von unseren Freunden ebenfalls aus Berlin: BBBike – Garmin Karten aus OSM erstellen (an dieser Stelle, mein Kniefall vor dem sensationellem Fahrradrouting in Berlin)

Maßgeschneiderte Karten!

Vor einigen Tagen traf ich Wolfram Schneider von BBBike auf einer Kartenveranstaltung von Nokia und er erzählte mir so nebenbei von seinem neuestem Projekt. Und das ist absolute hot!

BBBike Extract
Bild: ziehen eines Polygons um Sizilien

Mit seiner neuesten Erfindung, dem Offline Karten Ersteller kann jeder seine eigenen individuellen Kartenausschnitte zusammenstellen und sie auf das Garmin Gerät übertragen. Wolfram hat dazu selbst eine Anleitung zur Erstellung von Garmin Karten erstellt und ich möchte sie nicht abschreiben (engl.).

Trotzdem zeige ich hier nur kurz die wichtigen Schritte auf:

  1. Rufe die Seite auf: BBBike Extract
  2. Wähle unter “Format” den Kartenstil für Garmin aus, der dir am besten zusagt (siehe Kartenlayouts)
  3. Bewege und ziehe (siehe orangene Punkte) das Rechteck auf den Ausschnitt, den du erstellen möchtest. Hier ist auch ein Polygonzug möglich.
  4. Benenne die Karte und trage deine E-Mail Adresse ein. Wenn die Karte fertig ist (in der Regel ca. 10-30 Minuten), bekommst du eine Mail gesendet mit einem Download-Link
  5. Klicke auf den Download-Link in der Mail und kopiere sie Karte auf dein Garmin

Kartenlayouts (Layoutname: mit Maus auf das Kartenbild zeigen)

Garmin BBBike Garmin Cycle Garmin Leisure Garmin OSM

Der Hintergrund der E-Mail Benachrichtigung ist, dass die Karten erst “gebacken” werden müssen, d.h. der Server muss die OSM Kacheln erzeugen bzw. herunterladen und danach die Garmin Datei zusammenstellen. Wir sind heutzutage noch nicht soweit, dass das in Echtzeit geht und dann man sofort den Download anstoßen kann. Die 10-30 Minuten müssen wir uns also gedulden. Die Karten bleiben übrigens auch ein paar Tage gespeichert bis sie wieder vom Server gelöscht werden.

Anmerkung: der Ausschnitt kann nicht größer als 24 Millionen Quadratkilometer bzw. 768 MB Dateigröße sein.

Highlights

  1. sehr aktuelle Karten
  2. Karten sind routingfähig (geräteabhängig)
  3. Anpassung der Region spart Platz auf dem Gerät

Und was ist mit anderen Geräten, wie z.B. Offline Karten für das Android Smartphone?

Ja, das geht auch damit! Ich habe es für die App Locus ausprobiert – funktioniert! Einfach als Format “Mapsforge OSM” auswählen. Leute, das ist phantastisch!

Kostenlos?

Ja, alles ist kostenlos. Vielen Dank an Wolfram für dieses absolut brauchbare Werkzeug! Achso, Wolfram nimmt gerne die eine oder andere Spende entgegen, denn ein Server kostet auch Geld…

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Georeferenzierte Fotos in GPS Strecken · 11 Februar 13 von Klaus Bechtold

Es ist schon seit einigen Jahren möglich, die Strecken von GPSies mit Fotos und Videos (Youtube) anzureichern. Dazu konnten die Fotos zu den Strecken in den Formaten PNG, JPG und BMP hochgeladen werden. Die Bilder werden dann unterhalb der Strecken angezeigt. Bis heute wurden über 126.000 Bilder zu GPSies hoch geladen.

Über das Picasa-Webalbum war es auch möglich, die Fotos in der Karte als kleine Icons an den Aufnahmeorten erschienen zu lassen. Diese Funktion wurde bisher von vielen Wanderern, Motorradfahren oder Radfahrern benutzt, um Strecken zu dokumentieren. Der Vorteil bei der Benutzung von Picasa ist, dass die Bilder eventuell sowieso schon bei Picasa gepflegt werden. Der Nachteil jedoch ist, dass man dazu einen Picasa bzw. Google Account benötigt.

Neu: georeferenzierte Fotos jetzt auch bei GPSies

Seit letzter Woche wird bei einem Foto-Upload versucht, die Geokoordinaten, die eventuell in den EXIF-Metainformationen vorhanden sind, zu ermitteln. Oft werden Fotos mit Smartphones oder Kameras mit GPS Unterstützung gemacht, die die Geodaten zum Aufnahmeort in den Bildern festhalten. Wenn das gelingt, dann erstellt GPSies automatisch einen Wegepunkt zu dem Foto. Das Foto wird dann als Icon in der Strecke angezeigt.

Beschreibung für jedes Foto

Das hoch geladene Foto kann zudem noch beschrieben werden. Der Name des Fotos ist zuerst einmal der Dateiname des Bildes. Der sollte dann am besten gleich durch einem aussagekräftigen Namen ersetzt werden. Zudem kann dem Bild noch eine Beschreibung und ein Link hinzugefügt werden. Somit kann man kleine Reiseberichte oder bebilderte Abbiegehinweise an markanten Stellen erstellen.

Anleitung: Bild hochladen

Zur Erinnerung und falls jemand diese Foto-Funktion noch nicht kennt, hier eine kurze Anleitung zum Hochladen der Bilder:

1. Strecke auswählen und den Button “bearbeiten / löschen” anklicken
2. Button “Bilder / Video verwalten” anklicken
3. Bild auswählen und hochladen – fertig

Bereits georeferenzierte Bilder (z.B. mit dem Smartphone aufgenommen) werden nun automatisch in der Karte als Bilder-Waypoint angezeigt.

Nachträgliches Georeferenzieren bereits vorhandener Fotos

Da GPSies bereits 126.000 nicht georeferenzierte Bilder im System hat und diese auch an den Aufnahmeorten scheinen sollen, ist es nun möglich, diese nachträglich einem Standort zuzuweisen. Das ist kinderleicht:

1. rufe die Strecke, die schon hoch geladene Bilder hat, im Editor auf
2. erstelle einen Wegepunkt am Aufnahmeort
3. wähle mit den Pfeiltasten das richtige Foto aus und klicke auf “speichern”

Maske zum Auswählen der Bilder
Maske zum Auswählen der Bilder

Download als Standard-GPX

Die bei GPSies georeferenzierten Bilder werden beim Download als GPX als Waypoint (“wpt”) mit in die Datei eingepflegt. Somit können auch externe Programme auf diese Quellen zugreifen und anzeigen. GPSies bedient sich hierbei der Standard GPX Spezifikation.

Copyrights

Bitte achtet darauf, dass euch die Bilder gehören oder zumindest das Recht habt, diese zu veröffentlichen.

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Google Earth Touren erstellen mit GPSies · 2 Dezember 12 von Klaus Bechtold

Seit einigen Tagen plagt mich wieder ein Thema und ich bin ganz wild, das endlich zu veröffentlichen. Heute ist es endlich soweit und ich bin gespannt, wie es euch gefällt.

Ab sofort: alle Strecken jetzt als Google Earth Animationen!

Google Earth Tour
Screenshot der Integration bei GPSies

Beispiel-Link: WE-Alpen Cross als Google Earth Animation anschauen

Ab sofort können alle Strecken auch als Animation angeschaut werden. Der Link dazu befindet sich unter den Karten (siehe Gogle Earth Icon). Es öffnet sich ein Popup-Fenster, dem dem die Tour animiert wird.

Voraussetzung: Google Earth Plugin oder Google Earth

Als Voraussetzung dafür benötigt ihr das Google Earth Plugin, welches man hier kostenlos herunterladen kann.

Auch als Download und zum Konvertieren

Als Goody obendrein habe ich das neue Format auch in der Liste der Download Formate mit aufgenommen. Somit kann die Tour auch direkt in Google Earth angeschaut oder konvertiert werden (siehe Format: Google Earth Tour).

Büchse der Pandora…

Eigentlich habe ich damit die Büchse der Pandora geöffnet, denn die Ideen und Innovationen sprudeln nur so. Ich übe noch ein bisschen und versuche demnächst noch weitere Parameter zur Steuerung der Animation einzubauen (Neigung, Abstand zur Strecke, usw.).

Die Google Earth Tour Animationen können übrigens auch schon direkt in eure Homepages integriert werden. Die Code-Schnipsel dazu sind wie gewohnt im unteren Bereich der Streckenseite hinterlegt (siehe IFRAME Google Earth Tour”)

Stay tuned und viel Spaß beim Stöbern!

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Strecke messen mit Geländesteigung · 3 November 12 von Klaus Bechtold

Im letzten Sommerurlaub trafen wir uns mit einer befreundenden Familie im Salzburger Land. Matthias, mein Freund, hat die mir etwas befremdliche Angewohnheit, frühmorgens um 5 Uhr auf einem Berg den Sonnenaufgang zu beobachten. Er bestieg also mitten in der Nacht den 2.051 Meter hohen Lackenkogel mit einen Gesamtanstieg von etwa 700 Höhenmetern.

Als wir uns Nachmittags trafen und er den Track hochgeladen hatte, fragte er mich, ob denn die Streckenlänge mit 7,86 Kilometer auch die Höhenmeter berücksichtige. Er hatte anscheinend auf der Wanderung zu viel Zeit und trotz der Anstrengung seinen Verstand geschärft. Tja, und da hatte er mich. GPSies misst nur die Horizontalentfernung, also flach auf der Kugeloberfläche.

Bauchschmerzen

Es ist als Streckenpapst nicht angenehm, wenn sich der latente Vorwurf einschleicht, dass die bisherige Methode zur Streckenmessung nicht richtig sei. Das kratzt am Ego. Ich stellte mich diesem Problem und errechnete Pi mal Daumen eine Abweichung von 2-3%, also etwa 200 Meter, die GPSies bei der Lackenkogel-Strecke zu wenig anzeigt.

Berechnung der tatsächlichen Distanz
Diagramm zur Berechnung der tatsächlichen Distanz anhand des Satzes des Pythagoras

Zu Hause angekommen analysierte ich andere Websites oder Software, ob diese die Korrektur mit der Geländesteigung vornehmen. In fast allen Fällen war dies nicht der Fall – es wurde wie bei GPSies nur eine Streckenmessung anhand der Horizontalentfernung vorgenommen.

Gestern habe ich eine neue Funktion eingebaut, mittels der man sich die tatsächliche Entfernung unter Berücksichtigung der Höhendaten anzeigen lassen kann. Die Streckendaten werden Punkt für Punkt anhand des Satzes des Pythagoras neu berechnet.

Der Knopf zum Ausprobieren befindet sich auf jeder Kartenseite zu einer Strecke unterhalb der Bewertungen, siehe “Entfernung mit Höhendaten”. Die Berechnung wird jedoch nur angezeigt und wird nicht als neue Streckenlänge übernommen.

Neue Berechnung bei GPSies?

Ich könnte jetzt natürlich die neue Berechnung als Standard bei GPSies einbauen. Das führt doch zu den folgenden Problemen:

  1. ungenaue Höhendaten führen zu ungenauen Ergebnissen
  2. im Vergleich zu anderen Streckenportalen hätte GPSies andere Daten, dies führt zu Diskussionen ;-)
  3. GPSies müsste 1.500.000 Stecken neu berechnen —> 17 Tage bei 1 Strecke pro Sekunde

Natürlich ist auch dies nur ein Anhaltspunkt, denn bekanntlicherweise ist die Erde ja eine Kartoffel. Es kommt natürlich auch auf den zu Grunde liegenden Erdumfang an.

Fazit

Wer ganz genau die tatsächliche Entfernung wissen möchte, der muss zum altherkömmlichen Hodometer greifen und die Strecke abrollen. Da wird dann die Kartoffel und auch die Geländesteigung berücksichtigt – alles 100% GPS frei ;-)

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GPSies Workaround für Garmin Wurmnavigation · 19 September 12 von Klaus Bechtold

Stelle dir vor, du läufst im unbekannten Terrain und deine GPS Navigation, die vorher 1.000 mal funktioniert hat, setzt plötzlich aus. So ist mir das vor etwa eineinhalb Jahren zum ersten Mal passiert.

Anwendungsfall

Meine Frau und ich waren für ein Wochenende im Schwarzwald. Natürlich hatten wir die Laufschuhe dabei und ich hatte schnell eine geeignete Strecke gefunden. Nach dem Loslaufen hatte ich gleich bemerkt, dass der “Wurm” auf dem Forerunner teilweise nicht sichtbar war. Mal erschien die Linie, mal wieder nicht. Ich hatte schnell herausgefunden, dass ich die Linie durch heraus zoomen wieder für ein paar Sekunden darstellen konnte. Da ich am CRS/TCX Format bei GPSies nichts geändert hatte, kam mir der Verdacht auf, dass sich der Fehler mit dem letzten Firmware-Update von Garmin eingeschlichen hat.

Für alle, die sich mit der “Wurmnavigation” auf dem Forerunner nicht auskennen, siehe auch Anleitung: Strecke mit Garmin Forerunner 205/305/310XT nachlaufen.

Analyse

Als Softwareentwickler sucht man die Fehler erst einmal bei sich selbst. Ich analysierte zum 100 Mal das TCX Format, erstellte Strecken mit anderen Tools u.a. mit dem Garmin Trainigscenter und lief Strecken nach – gleicher Fehler. So ein Mist, dachte ich, das ist ein Garminproblem. Jetzt ist die tolle Möglichkeit, Strecken mit der Minimalnavigation des Garmin Forerunners nachzulaufen, futsch. Ich wusste mir keinen Rat, gab auf und dachte nur: schade.

Workaround

Ende Februar 2012 kam endlich Schwung in die Angelegenheit. In dem Garmin Forum hatten ein paar Benutzer Theorien entwickelt, die mit dem Garmin Edge 500 (für Radfahrer) genau die gleichen Probleme hatten. Eine davon war, dass man mittels eines Workarounds (gleichmäßige Punkteverteilung alle x Meter) die Wurmnavigation wieder benutzen konnte. Ein Benutzer aus dem Garmin Forum kontaktierte mich. Da ich selbst betroffen war, war der Workaround bereits einen Tag später fertig. Und – es hat funktioniert!

Anleitung Workaround

Der GPSies Workaround” verwirft die aufgezeichneten Punkte und setzt auf dem gleichen Streckenverlauf neue Punkte in regelmäßigen Abständen. So wird dem Edge / Forerunner die Strecke mit gleichmäßigen Abständen, z.B. ein Punkt alle 20 Meter serviert. Aufgrund der unterschiedlichen Streckenlängen und der damit eventuell großen Dateien musste ich einen Algorithmus entwickeln, der den Abstand der Punkte automatisch berechnet. Bei Strecken unter 50 km werden Punkte alle 20 Meter gesetzt, bei Strecken bis 100 km alle 40 Meter, usw. Die Funktion arbeitet aber bei Strecken bis zu einer Länge von 250 km.

Die Funktion kann per Häkchen eingeschaltet werden:

1. Klick auf “Optionen einblenden” (bei Download einer Strecke, Editor oder Konverter)
2. Klick auf “Punkte gleichmäßig verteilen (alle ∅ Meter)”

GPSies Workaround
Bild: GPSies Konverter | Optionen einblenden

Garmin Lösung?

Mittlerweile ist der GPSies Workaround” in den einschlägigen Kreisen bekannt und verbreitet sich in der ganzen Welt. Bei jedem Firmware Update von Garmin hoffen die Benutzer, dass Garmin den Fehler repariert hat (ich mache immer sofort einen Test). Doch leider schaffen sie es nicht oder sie wissen davon gar nichts. Schade, dass Garmin an diesem Thema nicht mit der notwendigen Ernsthaftigkeit arbeitet. Die “Wurmnavigation” ist wirklich einzigartig und hat seit Jahren zuverlässig funktioniert. Bis eben zu einem Firewareupdate im Sommer 2011…

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OpenSeaMap - die freie Seekarte auf Basis von OpenStreetMap · 17 August 12 von Klaus Bechtold

Heute möchte ich mal von einem sehr interessantem Projekt berichten: OpenSeaMap

Zusammen mit Christian, dem Erfinder des iPad Kartenplotters Rivers & Seas, war ich zum Entwicklertreffen von OpenSeaMap in der Nähe von Nürnberg eingeladen. Nürnberg an der Nordsee. Haha, nee, gelogen, es war doch Nürnberg in Franken, weil da einer der Initiatoren beheimatet ist.

OpenSeaMap?

Ja, genau. Klingt irgendwie wie OpenStreetMap, ist aber eher was für Wasserratten, die lieber eine Hand voll Wasser unter dem Kiel haben. Auf diesen Karten werden Leuchtfeuer, Tonnen und andere Seezeichen, Seewetter, Hafen-Informationen, Reparaturwerkstätten, Schiffszubehör eingetragen und angezeigt – also alles, was mit dem Boot oder Schiff zu tun hat.

Konkurrenz zu OpenStreetMap?

Nein, alle Daten werden bei OpenStreetMap eingetragen. Die Macher von OSM lächeln zwar noch über den neuen und nicht trockenen Nachwuchs, aber sie werden bald eines besseren belehrt werden. Meiner Meinung nach sind die seebezogenen Daten ebenso relevant wie die Daten für das Land. Ok, beim Mond würde ich vielleicht noch eine Minute nachdenken wollen, ob OpenStreetMap dafür geeignet wäre, aber hier auf der Erde gehört das Wasser und somit OpenSeaMap definitiv dazu.

Die Herausforderung

Was wohl ;-) – Höhen. Äh, nee, nicht schon wieder… diesmal sind es eher Tiefen. Wassertiefen sind im Gegenteil zu den Höhendaten (kumulierter Anstieg und Abstieg) sogar doppelt so wichtig. Wenn du mal ein Kahn dein Eigen nennen kannst, dann willst du nicht an irgendeiner zufällig durch die letzte Eiszeit entstandene Untiefe dein Ruder verlieren. Das letzte prominente Opfer einer solchen war ja die Concordia, die ist sogar umgekippt. Wassertiefen sind ganz schwer zu bekommen. Diese Daten werden von einigen Ländern gehütet wie Kronjuwelen (müssen also gekauft werden), die fortschrittlichen Niederlande haben es verstanden und verschenken sie einfach. Es verschiedene Ansätze, diese Daten zu erheben und sie kostenlos allen zur Verfügung zu stellen. Genau darüber wird gerade bei OpenSeaMap diskutiert.

GPSies?

Ja, seit eben gibt es einen neuen Layer auf GPSies: OpenSeaMap. Dieser kann wie die “Hillshading”-Höhen zusätzlich als Ebene auf die bereits vorhandenen Karten gelegt werden. Jetzt können alle Segler, Bootsfahrer, Kanuten und Paddler endlich richtig herum um die Tonne fahren.

Schiff Ahoi!

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Update GPSies+ für iPhone erschienen · 30 Juli 12 von Klaus Bechtold

Endlich – das Update ist bei iTunes erhältlich und funktioniert!

Nach einem echt peinlichem Start (nach Update erschien bis heute früh ein Update-Hinweis – völlig unlogisch – sorry!) könnt ihr jetzt die neue iPhone App von GPSies genießen.

Was ist neu?

  1. zwei weitere Karten (zusätzlich zur HikeBikeMap): OpenCycleMap und MapQuest
  2. nach Akku-Entladung oder unerwartetem Beenden kann weiter aufgezeichnet werden – Strecke bleibt erhalten
  3. flüssigere und “fluffigere” Kartenbedienung
  4. verbesserte Kartenausrichtung beim Aufzeichnen und Folgen

So, falls jemand jetzt nach den Offline-Karten fragt, dem sei gesagt, dass diese wahrscheinlich noch in diesem Jahr folgen

Have fun! Schönes Wetter! Und noch einen tollen Sommer!

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Massive Preissenkung für Google Maps · 25 Juni 12 von Klaus Bechtold

Diese Nachricht hat mich echt erfreut und das Grinsen bekomme ich einfach nicht weg: Google senkt die Preise für die Nutzung von Google Maps bei der Version 2 um das 10-fache, bei der Version 3 um das 8-fache.

Was ist passiert?

Tja, darüber lässt sich nur spekulieren. Und das will ich jetzt mal versuchen. Also… :-) – sorry, ich muss immer noch schmunzeln…

Als Google im Herbst 2011 mit der Ankündigung rauskam (siehe GPSies-Blog vom 7. Dezember 2011), dass Maps nun kostenpflichtig werden sollen, haben wir Maps-Community ja mächtig gegen Google losgewettert. Google antwortete, bleibt ruhig Jungs, das betrifft doch nur 0.35% aller Websites. Das Doofe war nur, dass wir Communities genau diese 0.35% waren.


Alte Preisliste für die Nutzung Google Maps

Da sich keine Community (und auch niemand anderes) die teuren Karten leisten konnte (GPSies.com hätte an einem Tag 1.000 US Dollar bezahlen müssen), wechselten wir alle zu den kostenlosen Karten von OpenStreetMap. Dadurch bekam dieses tolle Projekt einen riesigen Aufschwung. Es entstanden neue Javascript Frameworks, vielen tolle Kartenstyles und Anleitungen zum Wechsel wie z.B. Switch2Osm.

Das Problem für Google war nun, dass viele Entwickler sich mit den Alternativen beschäftigten und diese enorm weiter entwickelten. Keiner interessierte sich mehr für Google Maps. Und das genau ist jetzt das Problem von Google. Wir Entwickler turnen alle auf neuen Frameworks wie Leaflet Maps und neuen Kartenserver herum und interessieren uns nicht mehr für “good old” Google Maps. Da wir Entwickler ja nicht nur an unseren eigenen Ideen und Websites herumzuschrauben, sondern auch noch kommerzielle Websites entwickeln oder beraten, ist auch hier das neu erworbene Know-How eingeflossen. Viele Websites setzen nun gar nicht mehr Google Maps ein, sondern gehen gleich auf die Alternativen.

Ach, es betrifft ja nur 0.35% aller Websites, “bleibt cool Jungs” :-)

Gut, wir sind cool geblieben und bleiben es auch ;-) – wir kommen jedenfalls nicht mehr zurück. Der Schock von damals sitzt tief und die Unabhängigkeit ist so ein befreiendes Gefühl.

Google versucht mit der massiven Preisveränderung wieder zurückzukommen. Aber auch 1 US Dollar für 1.000 Kartenabrufe ist noch zu teuer. Naja, teuer ist es eigentlich nicht, denn Google hat mit den Karten tatsächlich enorme Server- und Leitungskosten, aber der eine Dollar ist eben für uns Communities unbezahlbar (GPSies müsste nun anstatt 1.000 Dollar nur noch 100 Dollar pro Tag bezahlen).

GPSies hat im Streckeneditor zwar noch die Google Karten, aber ich sitze gerade an einem neuen Editor, der komplett ohne Google Maps laufen kann. Ich werde aber trotzdem weiterhin dort auch die Google Karten anzeigen lassen, weil die Satellitenkarten von Google einfach unschlagbar sind.

Danke Google für den Anstoß und sorry Google :-)

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iPad App für's Boot: Kartenplotter Rivers & Seas · 11 Mai 12 von Klaus Bechtold

Normalerweise schreibe ich hier ja nur über GPSies. Diesmal möchte ich euch kurz eine iPad App vorstellen, die die gleiche Software-Schmiede hergestellt hat, die auch die iPhone App GPSies+ entwickelt hat: mediaworx apps GmbH.

Achso, aber natürlich gibt es auch einen Bezug zu GPSies. Doch dazu später.

Rivers & Seas – der Kartenplotter für das iPad

Wat? Wasser? Mein iPad ist doch nicht wasserdicht!

Ja genau, für’s Wasser. Genauer gesagt, eine iPad App für Boote aller Art auf Kanälen, Flüssen, Seen, Badewannen, usw. Also überall da, wo herkömmliche Chartplotter / Kartenplotter nur wenige oder ungenaue Informationen anzeigen.

Was kann man denn damit machen?

Rivers & Seas ist in erster Linie eine iPad Schiffsnavigation mit extra für Boote aufbereiteten Karten. Die Kartenbasis ist natürlich von OpenStreetMap, zusätzlich mit speziellen Seezeichen, Leuchtfeuern und Betonnungen (haha, ich weiß was das ist), die direkt aus dem Projekt OpenSeaMap stammen.

Wo kann man die App einsetzen?

Derzeit besonders auf den Wasserstraßen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie auf der Mosel. Rivers & Seas zeigt die Brücken, Schleusen und Untiefen auf dem Wasserweg voraus mit ihren Durchfahrtsmaßen, der Distanz und der verbleibenden Zeit bis zum Erreichen an.

Funktionsumfang

  1. Hochauflösende Anzeige der Tonnen und Leuchtfeuer aus OpenSeaMap
  2. Karten mit Details wie Einkaufsmöglichkeiten oder Restaurants von OpenStreetMap
  3. Kartenausrichtung nordweisend oder in Fahrtrichtung mit dem iPad hochkant oder im Querformat
  4. Karten-Folgemodus wie im Navigationssystem
  5. Klartextanzeige des aktuellen Standorts mit Gewässernamen und Flusskilometer
  6. Anzeige von Geschwindigkeit und Kurs
  7. Anzeige der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im befahrenen Streckenabschnitt
  8. Anzeige von Brücken, Schleusen und Gefahrenstellen voraus auf dem aktuellen Wasserweg
  9. Anzeige von Durchfahrtshöhen, -breiten oder -tiefen an Brücken, Schleusen oder Gefahrenstellen auf dem Wasserweg
  10. Anzeige der verbleibenden Distanz und Fahrtzeit zu Brücken und Schleusen auf der Strecke
  11. Suche nach Orten und Einrichtungen an Land, z.B. “Geldautomat in Wannsee” oder “Bäcker in Werder”

Und was hat das mit GPSies zu tun?

Noch nicht viel, aber in einer der nächsten Versionen können auch Boots-, Kanu- oder Segelstrecken von GPSies.com direkt vom iPad auf eurem Kahn geladen werden.

Mehr Informationen

Rivers & Seas bei Facebook
Rivers & Seas im Apple iTunes Store

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Tourenvorschläge von Zeitungen leider nur offline · 10 Mai 12 von Klaus Bechtold

Jedes Frühjahr legen Zeitungen Karten als Tourenvorschläge zum Nachwandern oder Nachradeln bei. Ich kann das zwar nur für Berlin berichten, aber ich vermute, dass das in anderen Städten oder Regionen nicht anders aussieht. Für Berlin kann ich das bei der Berliner Morgenpost, Berliner Zeitung und dem Tagesspiegel beobachten.

Ich finde das toll. Als Abonnent des Tagesspiegels bekommen wir zur Zeit jede Woche einen Tourenvorschlag als Beilage. Die derzeitige Serie des Tagesspiegels ehrt den Preußenkönig Friedrich den Großen mit dem Thema: Rendezvous mit Friedrich. Super interessant! Meine Frau sammelt die Karten und schlägt im Familienrat vor, einige davon mit dem Fahrrad nachzufahren. Das haben wir dann auch gemacht.

Nun ist es so, dass die Karte ja als gedruckte Karte vorliegt. Der moderne Mensch von heute ist mit Smartphone und GPS Outdoornavi bewaffnet und möchte die Strecke gerne auch neben der anschaulichen Karte als GPS Strecke haben. Ok, ich bin damit wahrscheinlich noch die Ausnahme und vermute, dass zur Zeit nur etwa 10-20% der “Tagesspiegel-Tourennachfahrer” damit etwas anfangen können – aber, es werden immer mehr.

So, ich suche also nach dem GPS Download der Strecke “Rendevous mit Friedrich, Teil 1” auf der Webseite vom Tagesspiegel. Pustekuchen, nix, nee, nada, gibt es nicht – kein GPS Download.

Ohhh, so ein Mist. Also icke muss die Strecke in GPSies eingeben. Ahh, ist das ärgerlich, zumal die Daten dem Tagesspiegel als GPS Daten ja vorliegen. Bei jedem Klick in den Editor frage ich mich, warum die den Download nicht anbieten. Also, nach 20 Minuten ärgern habe ich die Strecke Rendevous mit Friedrich, Teil 1 zusammen geklickt und auf mein GPS übertragen.

Letztes Jahr, ich will jetzt keine Namen nennen (es war nicht der Tagesspiegel) kam eine Autoren-Team auf mich zu, die Rad Touren für die zweit größte Berliner Tageszeitung erstellen sollten. Ich trat als Berater auf, schulte die drei Redakteure mit GPS Wissen, erklärte die OpenCycleMap und den GPSies Streckeneditor. Nach eine Woche trafen wir uns wieder und redeten über die Ergebnisse und offen gebliebene Fragen. Die Truppe arbeitete ganz hervorragend und autark und erstellte ganz tolle Touren auf GPSies.com. Diese Touren wurden als GPS Daten an die Zeitung geliefert. Diese beauftragte damit eine Firma, die daraus gedruckte Karten erstellte. So, was könnte man annehmen? Klar, dass in der Zeitung zum Zeitpunkt der Beilagen auch die GPS Strecke bei GPSies oder zumindest als GPS Dateidownload angeboten wird. Nee, ihr glaubt es nicht, nee, das haben die nicht gemacht! Ich bin fast vom Glauben abgefallen. Omg…

Dass nicht alle Zeitungen so altmodisch sind, kann ich beweisen. Letztes Wochenende hat der Guardian als London eine Serie veröffentlicht. Die Redaktion hat bei mir nachgefragt, ob sie die Strecken mit GPSies erstellen und auch darstellen dürfen (inkl. GPS Download). Klar habe ich gesagt, feel free. Hier ist das Resultat: Langwathby to Hartside Top Cafe, Cumbria. Alle Strecken des Guardian sind übrigens hier.

Wann wachen die Deutschen Zeitungen endlich auf? Das kostet doch nix. Menno…

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