Normalerweise schreibe ich hier ja nur über GPSies. Diesmal möchte ich euch kurz eine iPad App vorstellen, die die gleiche Software-Schmiede hergestellt hat, die auch die iPhone App GPSies+ entwickelt hat: mediaworx apps GmbH.
Achso, aber natürlich gibt es auch einen Bezug zu GPSies. Doch dazu später.
Rivers & Seas – der Kartenplotter für das iPad

Wat? Wasser? Mein iPad ist doch nicht wasserdicht!
Ja genau, für’s Wasser. Genauer gesagt, eine iPad App für Boote aller Art auf Kanälen, Flüssen, Seen, Badewannen, usw. Also überall da, wo herkömmliche Chartplotter / Kartenplotter nur wenige oder ungenaue Informationen anzeigen.
Was kann man denn damit machen?
Rivers & Seas ist in erster Linie eine iPad Schiffsnavigation mit extra für Boote aufbereiteten Karten. Die Kartenbasis ist natürlich von OpenStreetMap, zusätzlich mit speziellen Seezeichen, Leuchtfeuern und Betonnungen (haha, ich weiß was das ist), die direkt aus dem Projekt OpenSeaMap stammen.
Wo kann man die App einsetzen?
Derzeit besonders auf den Wasserstraßen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie auf der Mosel. Rivers & Seas zeigt die Brücken, Schleusen und Untiefen auf dem Wasserweg voraus mit ihren Durchfahrtsmaßen, der Distanz und der verbleibenden Zeit bis zum Erreichen an.
Funktionsumfang
Und was hat das mit GPSies zu tun?
Noch nicht viel, aber in einer der nächsten Versionen können auch Boots-, Kanu- oder Segelstrecken von GPSies.com direkt vom iPad auf eurem Kahn geladen werden.
Mehr Informationen
Rivers & Seas bei Facebook
Rivers & Seas im Apple iTunes Store
Jedes Frühjahr legen Zeitungen Karten als Tourenvorschläge zum Nachwandern oder Nachradeln bei. Ich kann das zwar nur für Berlin berichten, aber ich vermute, dass das in anderen Städten oder Regionen nicht anders aussieht. Für Berlin kann ich das bei der Berliner Morgenpost, Berliner Zeitung und dem Tagesspiegel beobachten.
Ich finde das toll. Als Abonnent des Tagesspiegels bekommen wir zur Zeit jede Woche einen Tourenvorschlag als Beilage. Die derzeitige Serie des Tagesspiegels ehrt den Preußenkönig Friedrich den Großen mit dem Thema: Rendezvous mit Friedrich. Super interessant! Meine Frau sammelt die Karten und schlägt im Familienrat vor, einige davon mit dem Fahrrad nachzufahren. Das haben wir dann auch gemacht.
Nun ist es so, dass die Karte ja als gedruckte Karte vorliegt. Der moderne Mensch von heute ist mit Smartphone und GPS Outdoornavi bewaffnet und möchte die Strecke gerne auch neben der anschaulichen Karte als GPS Strecke haben. Ok, ich bin damit wahrscheinlich noch die Ausnahme und vermute, dass zur Zeit nur etwa 10-20% der “Tagesspiegel-Tourennachfahrer” damit etwas anfangen können – aber, es werden immer mehr.
So, ich suche also nach dem GPS Download der Strecke “Rendevous mit Friedrich, Teil 1” auf der Webseite vom Tagesspiegel. Pustekuchen, nix, nee, nada, gibt es nicht – kein GPS Download.
Ohhh, so ein Mist. Also icke muss die Strecke in GPSies eingeben. Ahh, ist das ärgerlich, zumal die Daten dem Tagesspiegel als GPS Daten ja vorliegen. Bei jedem Klick in den Editor frage ich mich, warum die den Download nicht anbieten. Also, nach 20 Minuten ärgern habe ich die Strecke Rendevous mit Friedrich, Teil 1 zusammen geklickt und auf mein GPS übertragen.
Letztes Jahr, ich will jetzt keine Namen nennen (es war nicht der Tagesspiegel) kam eine Autoren-Team auf mich zu, die Rad Touren für die zweit größte Berliner Tageszeitung erstellen sollten. Ich trat als Berater auf, schulte die drei Redakteure mit GPS Wissen, erklärte die OpenCycleMap und den GPSies Streckeneditor. Nach eine Woche trafen wir uns wieder und redeten über die Ergebnisse und offen gebliebene Fragen. Die Truppe arbeitete ganz hervorragend und autark und erstellte ganz tolle Touren auf GPSies.com. Diese Touren wurden als GPS Daten an die Zeitung geliefert. Diese beauftragte damit eine Firma, die daraus gedruckte Karten erstellte. So, was könnte man annehmen? Klar, dass in der Zeitung zum Zeitpunkt der Beilagen auch die GPS Strecke bei GPSies oder zumindest als GPS Dateidownload angeboten wird. Nee, ihr glaubt es nicht, nee, das haben die nicht gemacht! Ich bin fast vom Glauben abgefallen. Omg…
Dass nicht alle Zeitungen so altmodisch sind, kann ich beweisen. Letztes Wochenende hat der Guardian als London eine Serie veröffentlicht. Die Redaktion hat bei mir nachgefragt, ob sie die Strecken mit GPSies erstellen und auch darstellen dürfen (inkl. GPS Download). Klar habe ich gesagt, feel free. Hier ist das Resultat: Langwathby to Hartside Top Cafe, Cumbria. Alle Strecken des Guardian sind übrigens hier.
Wann wachen die Deutschen Zeitungen endlich auf? Das kostet doch nix. Menno…
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Die Berechnung der Höhenmeter ist ein äußerst sensibles Thema, das immer wieder gerne für Diskussionsstoff sorgt. Höhenmeter sind die mit Blut und Schweiß erkämpften Trophäen der Radsportler – sie haben eine Auswirkung auf das Ego und die Selbstbestätigung. Eine vermeintlich falsche Berechnung löst Glaubenskriege und blanke Wut aus – das musste ich leidvoll erfahren. Ok, das ist jetzt ein bisschen überspitzt ![]()
Es war eine schwere Geburt. Eine verlässliche Berechnung von Höhenmetern (An- und Abstieg) aus dem Arm zu schütteln, ist keine leichte Aufgabe. Das Problem liegt an den unterschiedlichen Quellen der Höhendaten:

Neu berechnet: Tutta Vista (Sardinien) | Anstieg: 1.174 Meter | Abstieg: 1.165 Meter
Da die Quelle beim Import nicht ermittelt werden kann, kann also auf etwaige Ungenauigkeiten nicht reagiert werden.
Doch damit ist jetzt Schluss! Wer möchte, kann nun seine Strecke mittels einer neuen Methode neu berechnen lassen. Der Trick hierbei ist, dass die Strecke nach einer kleinen Säuberung in kleine, gleich lange Teilstrecken unterteilt wird, z.B. Meßpunkte alle 200 Meter. Daraus wird dann aus der STRM3-Quelle (NASA-Raster alle 90 Meter) eine Höhe ermittelt, die dann zur An- bzw. Abstiegsberechnung genommen wird. That’s it! Klingt einfach, aber ist schon ein bisschen Raketentechnik ;-)
Beim direkten Upload einer Datei wird diese Methode nicht angewendet, denn es gilt hier die Unschuldsvermutung: die Daten könnten ja barometrisch ermittelt worden sein. In diesem Fall wird die allgemeine Berechnung verwendet, so wie sie auch bei Garmin oder Sporttracks & Co. benutzt wird. Die Grundlage ist eben die Datei und wenn sie falsche Daten beinhaltet, dann ist das Ergebnis auch falsch. Nur wenn eine Strecke keine Höhenangaben hat oder durch mit dem Editor gespeichert wird, dann wird die neue Methode verwendet.
Eine Strecke kann ab sofort auch neu berechnet werden, indem der Ersteller auf den Button “Höhendaten nicht korrekt? Neu berechnen!” klickt (oder einfach die Strecke in den Editor lädt und dann sie neu abspeichert). Die Berechnung erfolgt sogleich und das Ergebnis kann sofort in Augenschein genommen werden.
Wer sich für die Diskussion bzw. den Lösungsweg interessiert, der kann alles im GPSies Forum nachlesen.
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Die meisten haben ja mitbekommen, dass GPSies.com die Google Maps weitgehend durch andere Karten und dem Framework von Leaflet ersetzt hat.
Resonanz
Ich bekomme jetzt jeden Tag viele Mails und sogar Anrufe, dass ich doch bitte wieder die Google Karten anstellen soll. Warum ich das denn gemacht habe, was das denn soll, usw. . Ein paar Mal wurde ich sogar beschimpft – aber da stehe ich drüber, denn ich kann es nicht ja ändern. Wenn ich jeden Monat 20.000 US Dollar übrig hätte um Google für die Nutzung der Karten zu bezahlen, dann würde ich das für euch tun – believe me ;-)

Bild: Widget (iFrame Integration mit HikeBikeMap Karte)
Umbau ist fertig – klemmt aber noch hier und da
Der Umbau ist vollzogen und klemmt noch an der einen oder anderen Stelle. Aber, das Ziel ist erreicht, die Google Maps werden jetzt nur noch bei der Streckenerstellung verwendet. Ich bin jeden Tag dran und mache gerade den Feinschliff. Es fehlen bei Leaflet im Vergleich zu Google Maps einige Funktionen, die ich nun nachbauen muss. Ich bitte euch um etwas Geduld.
Die Aufrufe der Google Maps API wurden von über 100.000 auf 5.000 pro Tag reduziert! Damit fliegt GPSies.com unter dem Radar von 25.000 kostenlosen Aufrufen pro Tag und hat noch ein bisschen Luft nach oben. Ich hatte ja schon angedeutet, dass die Strecken-Erstellung und das Bearbeiten weiterhin auf Google Maps laufen soll, denn es gibt noch keinen kostenlosen Ersatz für die Satellitenkarten.
Eigene Tiles von OpenStreetMap
Es ist ja geplant geplant, dass GPSies.com eigene Karten auf Basis von OpenStreetMap erstellt. Die Server wurden schon geliefert. Doch das Erstellung bzw. die komplette Aufbereitung stellt sich doch schwieriger dar, als ich dachte. Mein armer Admin ist immer noch am ausprobieren und konfigurieren, um das System hochperformant zum Laufen zu bekommen.
Ganz kurz zur Hardware. Wir haben drei Rechner geordert. Ein Rechner läuft ohne Festplatte, dafür mit 4 Stück SSD á 120 Gigabyte. Diese werden zu einem SSD-Verbund zusammengeschlossen, also insgesamt 480 GB. Darauf soll die OSM World PostgreSQL Datenbank im leseoptimierten Modus laufen. Ein weiterer Server soll die Tiles rendern und noch ein weiterer (oder mehr) sollen die Tiles ausliefern.
Gestaltung (OSM styling) von eigenen Karten
Der neue Kartenserver soll nicht nur einfach den Standard OpenStreetMap Kartenstil verwenden. Geplant ist, dass GPSies einen eignen Kartenstyle (topografische Basiskarte) entwickelt. Dazu hatte ich Kontakt mit einigen Hochschulen aufgenommen, mal sehen, was daraus wird. Wer dazu beitragen kann ist herzlich willkommen!
Kooperation mit hikebikemap.de
Da wir es noch nicht geschafft haben, dieses System an den Start zu bekommen, haben wir eine parallele und tolle Lösung installiert: eine Kooperation mit den tollen Karten von hikebikemap.de. Der Erfinder und Betreiber der Karten, Colin aus Dresden, hat uns gestattet, die Tiles über einen Proxy-Server (Sqiud) abholen zu lassen. Da sein System über den Toolserver von Wikimedia ausgeliefert wird, mussten wir hier noch um eine Freigabe bitten, die uns freundlicherweise auch erteilt wurde. Vielen Dank an Colin und Wikimedia Deutschland e.V.!
Auswahl der Karten
Ich habe mir lange überlegt, welche Karten denn für euch interessant sind. Es gibt sehr viel Auswahl, aber zu viele Karten macht das System unübersichtlich. Die Hauptkarte ist die von MapQuest, weil die ohne Limitierung genutzt werden darf (danke AOL!). Die Karten von Esri sind farblich sehr schön und geben einen guten Überblick über das Gelände. Die OSM Karten (Mapnik, HikeBikeMap, OpenCycleMap.de) muss ich nicht erwähnen, die sind ja sowieso super!
Tipps zu den neuen Karten
Hinweis zur Benutzerumfrage
Wie ihr bemerkt habt, gibt es auf GPSies.com gerade eine Benutzerumfrage. Ich möchte noch nicht zu viel darüber verraten, aber es wäre schön, wenn ihr euch dafür ein paar Minuten Zeit nehmen würdet. Merci!
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Wie ihr ja vielleicht schon wisst, wird die Benutzung der Google Maps API ab Anfang des Jahres 2012 für einige wenige Websites kostenpflichtig. Die entscheidende Meldung kam am 26. Oktober 2011 und hat mich im ersten Moment in Schockstarre versetzt ;-)
Google hatte das schon seit längerer Zeit angekündigt und macht nun ernst. Laut der Aussage von Google betrifft das ja “nur” 0,35% aller Kartenwebsites weltweit. Leider ist GPSies.com aufgrund der Bekanntheit und der dadurch sehr hohen Aufrufe bei den 0,35% Top-Karten-Websites dabei. Leider… oder toll?
Was kostet eigentlich Google Maps?
25.000 Aufrufe der Google Maps API sind pro Tag kostenlos (siehe Google Maps Preisliste). Für GPSies würde das bedeuten, dass nun bei angenommenen 125.000 Seitenaufrufen (Jahresmittel) mit Karten pro Tag etwa für 100.000 Aufrufe bezahlt werden müssen. 1.000 Aufrufe mit der aktuellen Google Maps API Version 2.x kosten 10 US Dollar. Somit würde GPSies.com am Tag 1.000 US Dollar bezahlen müssten. Ok, wenn ich auf die API Version 3 wechseln würde (4 US Dollar pro 1.000 Aufrufe), dann wäre der Preis immer noch bei etwa bei 400 US Dollar pro Tag. Es gibt für solche Fälle ein anderes Berechnungsmodell von Google, sozusagen eine jährliche Pauschale, die günstiger wäre, aber auch das kommt nicht in Frage.
Ich habe natürlich versucht, GPSies durch eine Ausnahmegenehmigung von Google von der Berechnung zu befreien. Weil doch die GPSies Kuh so süß ist. Muh. Dazu hatte ich meine alten Google Kontakte aufgewärmt und bin durch einen sehr netten Kontakt aus der Schweiz an einen ebenfalls netten Googler aus München gekommen. Es hätte vielleicht eine kleine Chance bestanden, wenn ich die Werbung von GPSies.com entfernt hätte. Aber – das kann ich leider nicht so einfach machen, denn ich muss ja die Kosten der mittlerweile sieben Server irgendwie finanzieren. Meine Frau wäre wohl ziemlich sauer, wenn ich für mein Hobby neben der vielen Zeit auch noch monatlich etwa 1.000 EUR an Kosten “verbrennen” würde ;-) Dann könnte ich gleich abschalten.
Wie geht es weiter?
Ja, ratet mal. Bingo, die Lösung heißt: OpenStreetMap. Seit dem 1. Dezember laufen im GPSies-Netz drei neue Server, die gerade eingerichtet werden. Sie sollen Karten aus dem OpenStreetMap Projekt erzeugen. Als ersten Wurf werden aber nur Karten des Standard Mapnik OSM Styles ausgegeben. Neue, tolle und spezielle Basiskarten extra für den Outdoor Bereich sind geplant, aber das braucht noch ein wenig Zeit (in Zusammenarbeit mit einer Hochschule). Stay tuned!
Wodurch wird die Google Maps API ersetzt?
Durch Leaflet von CloudMade! Das ist ein totales Risiko, denn die Version ist noch Beta 0.3 – aber – die API hat es in sich. Sehr einfach zu entwickeln, CSS3 fähig und schon voll auf die mobilen Browser abgerichtet. Ich konnte nicht anders – sorry OpenLayers, das war für mich viel einfacher. Manchmal muss man etwas wagen…
Es geht ja nicht nur um die Kartenbilder und nicht nur um die Javascript API, die die Bilder anzeigt. Es geht auch um weitere Dienste, die verborgen unter der Haube laufen. Ich habe vor etwa 14 Tagen GPSies schon komplett von diesen Google Hintergrund APIs gelöst. Selbst die Ortssuche im Browser läuft nicht mehr über die Google APIs (sondern jetzt über die Yahoo API). Da ich von euch keine Beschwerdemails bekommen habe, denke ich, dass das eigentlich ganz gut läuft.
Leaflet API

Startseite mit Leaflet API umgesetzt, Karte kommt von CloudMade
Ich bin schon sehr weit. Bisher sind alle Bereiche und alle Karten schon auf das neue Framework umgebaut. Zur Zeit bin ich beim Feinschliff. Ihr seht das aber noch nicht, weil ich das noch nicht aktiviert habe. Ich will das erst am Tag X, also Anfang 2012 umschalten. Natürlich brauche ich wieder ein paar Betatester, die sich den neuen Kram mal anschauen. In ein paar Wochen wird es dazu in eurem Benutzerprofil ein Häkchen geben, damit ihr auf die neuen Karten umschalten könnt. Ich werde das über die GPSies Facebook Fanpage bekanntgeben.
Apropos Leaflet, der Umbau bei der mobilen Version von GPSies, also m.gpsies.com, hat schon stattgefunden. Das war so eine Art Testballon, um die Google API komplett aus GPSies mobile zu entfernen. Funktioniert super!
Wo ist der Pferdefuß?
Es gibt keine oder nur noch ganz schlechte Satellitenkarten! Uuuaaahhhh! Das ist schlimm. Echt schlimm. Ganz schlimm. Es gibt zwar seitens MapQuest jetzt freie Satellitenkarten, aber die sind bei weitem nicht so gut, wie die von Google. MapQuest (gehört zu AOL) ist übrigens auch sehr interessant, denn die haben seit dem 17. November, also ein paar Tage nach der Ankündigung von Google, ihre Kartenlimits aufgehoben. Ein feiner Zug, danke sehr!
GPSies nun ganz ohne Google?
Nee, natürlich nicht. Ich mag Google Maps nach wie vor. Da gibt es nichts, darüber möchte ich auch kein böses Wort fallen lassen, immerhin habe ich dem Laden unheimlich viel zu verdanken. Ohne Google Maps wären wir noch nicht soweit. Das Google Earth PlugIn wird es auch in der neuen Version geben, denn das benötigt keinen API Key (Mist, wie stelle ich das nur an??).
Nicht nur aufgrund des Aufwandes, nun auch den Streckeneditor von GPSies auf Leaflet um zubauen, wird dieser erst mal so bleiben wie er ist. Ich werde versuchen, auch zu sommerlichen Spitzenzeiten den Editor mit nicht mehr als 25.000 Aufrufen pro Tag zu überlasten (um im Limit zu bleiben). Es kann sein, dass ich dafür den Login umbauen muss, d.h., dass man nur noch im angemeldeten Zustand Strecken editieren und erstellen kann.
Was ändert sich für die Benutzer?
Nix. Naja, die Bedienung wird ein wenig anders sein. Die iFrame Widgets werden wie gehabt angezeigt, nur dass sie eventuell nicht mehr auf alle Kartentypen reagieren. Für euch ändert sich nicht viel, macht weiter so!
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Ja, GPSies hat eine Facebook App. Und das schon seit fast zwei Wochen. Ich hatte nur so viel zu tun, dass ich noch nicht dazu kam, sie endlich mal vorzustellen.
Was kann die App?
Die App kann eure Strecken auflisten (Beispiel anhand der GPSies Fanpage).
Jeder, der eine eigene Seite bzw. Fanpage hat, kann die App in seinen Facebookauftritt einbauen. Die App erscheint für jeden sichtbar als Reiter auf der linken Seite. Der von euch auch veränderbare Name des Reiters lautet: GPS Tracks.

Bei der kinderleichten und selbsterklärenden Konfiguration könnt ihr bisher folgende Listenarten auswählen:

Was kann die App nicht?
Sie kann leider keine Karten darstellen :-( Google, die neben Bing und einigen wenigen Anbieter Karten mit HTTPS-Protokoll anbieten, möchten demnächst ab Januar 2012 mit ihren Karten Geld verdienen. Da habe ich die Karten wieder ausgebaut…
Wer kann die App installieren?
Jeder, der ein Facebook Konto hat. Und man benötigt zusätzlich eine Facebook Seite, die auch oft “Fanpage” genannt wird. Wenn ihr euch keine extra Seite anlegt (das geht hier), dann werdet ihr verzweifeln, denn das geht nicht :-)
Wie kann ich die App installieren?
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Eine Community kann ganz schön nerven ;-). Jahrelang wurde ich mit Ideen und dem Wunsch befeuert, doch endlich mal eine Möglichkeit einzubauen, wie man den vielen Strecken Herr werden kann. Es gibt Benutzer, die mehrere hundert Strecken gespeichert haben, einer hat sogar über 1.000 Strecken. Da stehe ich mit 300 Strecken auf dem lächerlichen Platz 50 der TOP 100 Benutzer.
Bei so vielen Strecken ist der Wunsch und der Ruf nach Ordnung nachvollziehbar. Aber das ist für einen Entwickler keine einfache Sache. Wie die Gruppierung bewerkstelligen, wie die Ordner verwalten und gleichzeitig das System hochperformant zu halten. Fragen, die ich mir immer wieder stellte und aus Bequemlichkeit einfach nicht beantworten wollte. Also vertröstete ich die Community über 3 Jahre lang mit meiner Standardantwort: “das ist schon lange in der Pipeline und wird demnächst umgesetzt”. “Demnächst” ist natürlich dehnbar, das weiß ja jeder. Doch irgendwann ist’s auch mal genug, das weiß selbst ich.
Nach 4 Tagen Powerentwicklung (schlaflose Nächte, Gehirnverknotungen, alkoholabstinenz, verschwommenen Augen, Wahnsinn) habe ich gestern das Ergebnis veröffentlicht.
Und so funktioniert’s:
Schritt 1: Ordner anlegen
Ordner können natürlich nur registrierte und angemeldete Benutzer anlegen. Melde dich an und gehe zu deiner Profil- oder “Meine Strecken”- Seite. Dort kannst du einen oder mehrere Ordner anlegen. Sie werden dann tabellarisch in einer Liste dargestellt.
Ordner können übrigens auch als “nicht öffentlich” deklariert werden, sodass sie nur für dich sichtbar sind.
Schritt 2: Strecken zuweisen
Wenn du einen oder mehrere Ordner angelegt hast, kann es losgehen und du kannst jetzt die Strecken zuweisen. Es können übrigens alle Strecken geordnet werden, also deine eigenen oder auch Strecken anderer Benutzer.
Die Zuordnung erfolgt auf den vielen Ergebnisseiten: Suchergebnisse, deine Strecken oder dem Merkzettel. In den Tabellen erscheinen nun zu jeder Zeile die Ordner, die du einfach per Auswahl zuordnen kannst. Du kannst die Zuordnungen dort auch wieder löschen. Ich hoffe, das ist selbsterklärend.
Schritt 3: Streckenordner ansehen
Die Strecken sind nun den Ordnern zugewiesen. Zur Auflistung deiner Strecken im jeweiligen Ordner kommst du, indem du den Link zum Streckenordner anklickst.
Hier ist ein Beispiel: Laufkreuzfahrt 2010
Was kann man damit alles machen?
Nun, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Jetzt können gebildet werden:
Have Fun!
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Die neue GPS iPhone App GPSies+ wird gerade von Apple in Deutschland, Österreich und in der Schweiz unter den Highlights angepriesen. Auf jeden iPhone/iPod/iPad wird die App im App Store direkt unter dem ersten Menüpunkt Highlights gelistet und findet so ein sehr großes Publikum.
In den App Store Top-Charts für den Bereich Travel hat die GPSies+ App schon den 10. Platz erreicht!

Gestern, also am Samstag wurde die App 850 mal installiert und wir rechnen heute am Sonntag mit weit über 1.000 Downloads.
Die App ist seit etwa 6 Wochen im App Store und sind die Reaktionen sind sehr positiv. Die Benutzer freuen sich, auf
An dieser Stelle möchte ich noch einen “Usability-Bug” eingehen, den wir beim nächsten kleinen Update schon beheben werden. Die Benutzer erwarten (das haben wir leider nicht klar herausgestellt), dass sie alle ihre Strecken mit GPSies.com synchronisieren können. Klingt auf den ersten Blick plausibel, das ist jedoch nicht möglich. Nur Strecken, die auf dem Merkzettel von GPSies.com gespeichert sind, werden synchronisiert. Der Grund dafür ist, dass es viele Benutzer gibt, die hunderte von Strecken auf GPSies.com gespeichert haben. Einige haben sogar über 1.000 Strecken! Wenn wir nun die gesamten Strecken synchronisieren würden, dann wäre das iPhone ziemlich schnell verstopft. Und die Synchronisation würde ewig dauern… und bei einer Flatrate mit Begrenzung schnell das Kontingent ausschöpfen…
Mit dem Merkzettel können Strecken somit bewusst auswählt werden, auf die der Benutzer schnell zugreifen möchte. Übrigens, wer nur seine Strecken sehen möchte, der kann auch die Suchfunktion der App benutzen.
Klar bleiben auch noch Wünsche offen, aber man muss auch anerkennen, dass die GPSies+ App kostenlos ist und verschenkt wird. Sie hat in der Entwicklung mehrere “zigtausend” EUR gekostet und wurde von FALKE und der mediaworx berlin AG gesponsert.
Das nächste kleine Update wird demnächst veröffentlicht. Neben neuen Sprachen werden auch kleine Verbesserungen und neue Funktionen implementiert.
Stay tuned :-)
P.S.: Ich möchte auch noch auf die GPSies Android App hinweisen, die schon seit Anfang 2009 im Google Market heruntergeladen werden kann. Mit ihr ist es auch möglich, auf die gesamten Strecken von GPSies zuzugreifen. Zur Aufzeichnung empfehle ich Locus, Maverick, OruxMaps, SmartTracker. Alle diese Apps haben einen direkten Upload zu GPSies.com.
Kommentare [1]
Vor etwa 4 Jahren, im Dezember 2007, habe ich über dieses Thema schon mal geblogged: Track glätten nach dem Douglas-Peucker-Algorithmus. Damals hatte ich die Methode nach dem bekannten Algorithmus bei GPSies.com eingebaut.
Aufgrund des Anstoßes eines sehr engagierten Benutzers (Johannes aus der Nähe von Halle), musste ich dieses Thema noch einmal aufgreifen. Er lies nicht locker, mir eine mehrstufige Glättung schmackhaft zu machen. Hm, ich bin oft “Vorschlags-Resistent”, aber irgendwann gebe ich dann doch mal nach ;-)
Track glätten – was ist das eigentlich?
Eine GPS Aufzeichnung hat oft Ausreißer, die aufgrund von Reflexionen oder Abschattungen (schlechter GPS-Empfang) entstehen. Zudem entstehen “Punktwolken”, wenn man mal auf einem Fleck stehen bleibt, um sich etwas genauer anzuschauen oder wenn man mal “verschwinden” muss.
Diese Ausreißer und “Punktwolken” gilt es nun zu entfernen. Da eine GPS Aufzeichnung nichts anderes als eine Koordinaten-Reihe ist, können auf den Strecken mathematische Verfahren angewendet werden. Am bekanntesten ist wohl der Douglas-Peucker-Algorithmus.

Quelle und Copyrights: Wikipedia
Wozu das ganze?
Es gibt noch viele GPS Geräte auf dem Markt, die nur eine gewissen Anzahl von Punkten erlauben. Wenn eine Strecke aus beispielsweise 8.000 Punkten besteht und das Gerät aber nur 500 Punkte erlaubt, dann musst sie reduziert werden. Neben der einfachen mathematischen Reduzierung (“Holzhammermethode”, jeder 16. Punkt muss weg), gibt es mit dem D-P-Algorithmus die Möglichkeit, die Strecke “intelligent” zu vereinfachen, um den Streckenverlauf nicht wesentlich zu verändern.
Was ist neu?
Es gibt bei GPSies jetzt 3 Stufen zum Glätten der GPS Tracks:
Bei den Stufen ändert sich der “Korridor”, also die Stärke, mit der der Algorithmus angewendet wird.
Wie kann ich das ausprobieren?
Die mehrstufige Glättung wird bei fast allen Download- und Importmöglichkeiten von GPSies angeboten (siehe unter “Optionen einblenden”). Am einfachsten und eindrucksvollsten ist das Resultat jedoch im Streckeneditor zu überprüfen:
Die Strecke wird in den GPSies-Editor geladen. Auf der rechten Seite findest du nun die 3 Buttons, mit denen die Glättung angewendet werden kann. Nach dem Klicken lädt sich die Strecke mit der jeweiligen Vereinfachung neu.
Tipps zum Ausprobieren
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Heute sind genau 2 Wochen vergangen, seit die Version 2 der GPSies iPhone App im iTunes Appstore erschienen ist. Mittlerweile ist sie rund 2.500 mal installiert worden, eine Zahl, die sich sehen lassen kann, denn die Bewerbung der kostenlosen App fand bisher nur über die GPSies-Startseite und Facebook statt.

Wie alles begann
Die erste iPhone Version von GPSies wurde mir im Jahre 2009 von der Firma Optaros aus der Schweiz geschenkt. Damit konnte man Strecken aufzeichnen und sie lief ohne Tadel. Immerhin wurden damit fast 20.000 Strecken aufgezeichnet und bei GPSies.com hoch geladen. Also muss sie einigermaßen brauchbar gewesen sein.
Ich bin ja eigentlich kein Apple-Mensch. Ich habe zwar in den letzten Jahren einige Smartphones verheizt, aber da war nie ein Apfel drauf. Von daher war mir das eigentlich nicht so wichtig, was da geht oder auch nicht. Zumal habe ich lieber robustere Geräte am Lenker oder Handgelenk.
Im letzten Sommer bekam ich mal wieder eine dieser vielen Verbesserungsvorschlag-iPhone-Mails. Ich ging wie immer sofort auf Tauchstation und Abwehr, da ich die App ja nicht selbst entwickelt hatte und dort nichts ausrichten konnte. Den Kontakt zum Hersteller hatte ich zwar noch, aber der wollte verständlicherweise keinen Franken mehr investieren. Jedenfalls gab sich der iPhone-Benutzer mit meiner Antwort nicht zufrieden und bohrte nach. Nach einigen vergeblichen Anrufversuchen auf der Mailbox rief ich ihn dann doch mal zurück. Es stellte sich heraus, dass er aus einer bekannten Mountainbikerfamile stammt und zudem noch eine wichtige Führungsposition im Unternehmen FALKE aus Schmallenberg inne hat. Nun wurde ich aufmerksam und hörte zu…

Michael Bonnekessel (Bruder) – Deutscher Meister 2007 und 2009. Foto Herbert Mark
Sponsoring von FALKE
Nach einem Besuch in Sauerland wurden wir uns einig: FALKE will als Sponsor die neue iPhone App finanzieren. Der Sponsor möchte stärker auf seine innovativen Produkte im Sportsektor hinweisen und die Serie FALKE ERGONOMIC SPORT SYSTEM vorstellen.

Ich sollte ein Grobkonzept erstellen und meiner Fantasie im Rahmen des Budgets freien Lauf lassen. Alle GPSies Strecken anzeigen, Offlinemaps, Openstreetmap, Navigation – mir wurde fast schwindelig. Das Grobkonzept unterteile ich in Phasen, sodass wir einerseits schnell starten konnten und noch Luft für weitere Ausbaustufen ist. Die Marketing Abteilung von FALKE machte selbst den Vorschlag, dass in der App keine aufdringliche Werbung sein soll und wir erarbeiteten zusammen einen kleinen, aber feinen Vorspann, der beim Starten der App gezeigt werden soll.
Was ist neu?
Alle Strecken von GPSies können auf einer Openstreetmap-Karte angezeigt werden. Eine genaue Auflistung findest du auf der GPSies+ Detailseite.
Wer baut nun die App?
Die Suche nach einem Anbieter erstellt sich schwer. Gute iPhone Entwickler sind wie SAP-Berater von gestern – sie sind sauteuer, sehr schwer zu bekommen und haben nie Zeit. Nach einigen verzweifelten Versuchen, das Budget noch einigermaßen zu halten, entschied ich mich für einen Weg, den ich eigentlich nie wollte. GPSies ist ja “nur” ein Hobby und ich bin als Software-Entwickler (Java) bei einer Internetagentur in Berlin Mitte angestellt: mediaworx berlin AG. Eines Tages ging ich zu den beiden Vorständen und stellte die verwegene Frage, ob nicht wir die App entwickeln wollen. Da meine Chefs ohne FALKE Socken nicht leben können, schlugen sie ein ;-)
Kunde und Angestellter gleichzeitig
FALKE hat mich als Vertreter beauftragt, mir alles zu wünschen, was mein GPSies-Herz begehrt. Die Wege waren kurz, da meine Kollegen teilweise im selben Stockwerk oder nur einen Raum weiter entfernt saßen. Komisch war es bei “internen” Projektbesprechungen, wo ich ausgeschlossen wurde. Hm. Da saßen ein Konzepter, ein Designer, Entwickler, Projektleiter redeten über meine App und ich musste draußen bleiben. So was… – aber es war sehr professionell – der Kunde, in dem Fall also ich, muss auch mal die Klappe halten ;-)
Am Ende kam ein Feinkonzept raus, das viele der Ideen verwirklichte und weitere in eine Ausbaustufe verwies. Da das Budget rasch aufgebraucht sein würde, entschied sich die mediaworx berlin AG ohne Mehrkosten die App mitzutragen.
Entwicklung
Die Entwicklung schritt sehr zügig voran. Der Entwickler Gerrit arbeitete sich schnell in die Thematik ein und brachte zusammen mit dem Designer Torsten schon nach ein paar Tagen eine Version heraus. Der Konzepter Ralf und der Projektleiter Flo betreuten die immer wieder aufkommenden Fragen und wir fanden im gesamten Team die Lösungen. Mittlerweile entwickelte ich eine neue, schnelle API, die die iPhones in Echtzeit mit Daten versorgen kann. Zeitgleich bestellte ich einen neuen fetten dicken und unermesslich großen Server: die dicke Mama (kocht fortan ständig Spaghetti).
Wieso GPSies+?
Der Name hat mich meine ersten grauen Haare gekostet. Da die alte App nicht von mir in den Store geladen wurde und man eine iPhone App nicht auf einen anderen Hersteller übertragen kann, musste ein neuer Name her. Die alte App blockierte den Namen GPSies. Hm, was tun? Ich lobte eine Einladung zum Pizzaessen bei Papà Pane di Sorrento in Berlin Mitte aus. Wer einen geeigneten Namen vorschlägt, den wollte ich einladen. Ganz im Trend schlug ein Kollege den Namen GPSies plus vor, den ein anderer frei nach Google zu GPSies+ wandelte. Nun musste ich zwei Pizzas bezahlen ;-) – aber ich war happy!
Beta-Tester
Nach einigen Wochen war es so weit und wir konnten via Facebook fast 15 Beta-Tester akquirieren. Die Verteilung der iPhone App zu den Beta-Testern geschah ohne iTunes und wurde mittels dem Framework Hockey realisiert. Fehler und Vorschläge wurden in unser Jira-Ticketsystem eingetragen. Die Beta-Tester waren hoch motiviert und haben uns wertvoll Dienste erwiesen. An dieser Stelle nochmal ein ganz großes Dankeschön, besonders an den Power-Beta-Tester Patrick Federi aus der Schweiz!
App im Appstore: 14. Juli 2011
Das war der große Tag! Ich bekam eine Mail von Apple, dass die App nun “Ready for Sale” sei – die App ist im Store! Am ersten Tag verzeichneten wir 318 Installationen und wir warteten gespannt die ersten Bewertungen ab. Bis heute gibt es fast 20 Bewertungen mit dem Ergebnis von über 4 Sternen – die App wird verstanden und kommt an.

FALKE Gewinnspiel
Extra zum Release der App hat FALKE ein Gewinnspiel ausgelobt. Es gibt attraktive Shirts und Socken zu gewinnen. Mitmachen lohnt sich!
Danke!
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