GPSies Blog - News for Vagabonds

Wo sind die Google Maps? Kooperation mit hikebikemap.de · 20 Januar 12 von Klaus Bechtold

Die meisten haben ja mitbekommen, dass GPSies.com die Google Maps weitgehend durch andere Karten und dem Framework von Leaflet ersetzt hat.

Resonanz

Ich bekomme jetzt jeden Tag viele Mails und sogar Anrufe, dass ich doch bitte wieder die Google Karten anstellen soll. Warum ich das denn gemacht habe, was das denn soll, usw. . Ein paar Mal wurde ich sogar beschimpft – aber da stehe ich drüber, denn ich kann es nicht ja ändern. Wenn ich jeden Monat 20.000 US Dollar übrig hätte um Google für die Nutzung der Karten zu bezahlen, dann würde ich das für euch tun – believe me ;-)


Bild: Widget (iFrame Integration mit HikeBikeMap Karte)

Umbau ist fertig – klemmt aber noch hier und da

Der Umbau ist vollzogen und klemmt noch an der einen oder anderen Stelle. Aber, das Ziel ist erreicht, die Google Maps werden jetzt nur noch bei der Streckenerstellung verwendet. Ich bin jeden Tag dran und mache gerade den Feinschliff. Es fehlen bei Leaflet im Vergleich zu Google Maps einige Funktionen, die ich nun nachbauen muss. Ich bitte euch um etwas Geduld.
Die Aufrufe der Google Maps API wurden von über 100.000 auf 5.000 pro Tag reduziert! Damit fliegt GPSies.com unter dem Radar von 25.000 kostenlosen Aufrufen pro Tag und hat noch ein bisschen Luft nach oben. Ich hatte ja schon angedeutet, dass die Strecken-Erstellung und das Bearbeiten weiterhin auf Google Maps laufen soll, denn es gibt noch keinen kostenlosen Ersatz für die Satellitenkarten.

Eigene Tiles von OpenStreetMap

Es ist ja geplant geplant, dass GPSies.com eigene Karten auf Basis von OpenStreetMap erstellt. Die Server wurden schon geliefert. Doch das Erstellung bzw. die komplette Aufbereitung stellt sich doch schwieriger dar, als ich dachte. Mein armer Admin ist immer noch am ausprobieren und konfigurieren, um das System hochperformant zum Laufen zu bekommen.
Ganz kurz zur Hardware. Wir haben drei Rechner geordert. Ein Rechner läuft ohne Festplatte, dafür mit 4 Stück SSD á 120 Gigabyte. Diese werden zu einem SSD-Verbund zusammengeschlossen, also insgesamt 480 GB. Darauf soll die OSM World PostgreSQL Datenbank im leseoptimierten Modus laufen. Ein weiterer Server soll die Tiles rendern und noch ein weiterer (oder mehr) sollen die Tiles ausliefern.

Gestaltung (OSM styling) von eigenen Karten

Der neue Kartenserver soll nicht nur einfach den Standard OpenStreetMap Kartenstil verwenden. Geplant ist, dass GPSies einen eignen Kartenstyle (topografische Basiskarte) entwickelt. Dazu hatte ich Kontakt mit einigen Hochschulen aufgenommen, mal sehen, was daraus wird. Wer dazu beitragen kann ist herzlich willkommen!

Kooperation mit hikebikemap.de

Da wir es noch nicht geschafft haben, dieses System an den Start zu bekommen, haben wir eine parallele und tolle Lösung installiert: eine Kooperation mit den tollen Karten von hikebikemap.de. Der Erfinder und Betreiber der Karten, Colin aus Dresden, hat uns gestattet, die Tiles über einen Proxy-Server (Sqiud) abholen zu lassen. Da sein System über den Toolserver von Wikimedia ausgeliefert wird, mussten wir hier noch um eine Freigabe bitten, die uns freundlicherweise auch erteilt wurde. Vielen Dank an Colin und Wikimedia Deutschland e.V.!

Auswahl der Karten

Ich habe mir lange überlegt, welche Karten denn für euch interessant sind. Es gibt sehr viel Auswahl, aber zu viele Karten macht das System unübersichtlich. Die Hauptkarte ist die von MapQuest, weil die ohne Limitierung genutzt werden darf (danke AOL!). Die Karten von Esri sind farblich sehr schön und geben einen guten Überblick über das Gelände. Die OSM Karten (Mapnik, HikeBikeMap, OpenCycleMap.de) muss ich nicht erwähnen, die sind ja sowieso super!

Tipps zu den neuen Karten

  1. Zoom in einen Ausschnitt: Umschalttaste gedrückt halten und mit der Maus den Ausschnitt ziehen
  2. Google Maps durch die Hintertür: klicke in der Streckendetailansicht auf Mehr…, dann auf Google Maps. Die Strecke wird nun in einem neuen Fenster bei Google Maps angezeigt
  3. Wechseln der Karten: klicke auf den rechteckigen Button auf der Karte

Hinweis zur Benutzerumfrage

Wie ihr bemerkt habt, gibt es auf GPSies.com gerade eine Benutzerumfrage. Ich möchte noch nicht zu viel darüber verraten, aber es wäre schön, wenn ihr euch dafür ein paar Minuten Zeit nehmen würdet. Merci!

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Abschied von der Google Maps API - Ersatz durch Leaflet von CloudMade · 7 Dezember 11 von Klaus Bechtold

Wie ihr ja vielleicht schon wisst, wird die Benutzung der Google Maps API ab Anfang des Jahres 2012 für einige wenige Websites kostenpflichtig. Die entscheidende Meldung kam am 26. Oktober 2011 und hat mich im ersten Moment in Schockstarre versetzt ;-)

Google hatte das schon seit längerer Zeit angekündigt und macht nun ernst. Laut der Aussage von Google betrifft das ja “nur” 0,35% aller Kartenwebsites weltweit. Leider ist GPSies.com aufgrund der Bekanntheit und der dadurch sehr hohen Aufrufe bei den 0,35% Top-Karten-Websites dabei. Leider… oder toll?

Was kostet eigentlich Google Maps?

25.000 Aufrufe der Google Maps API sind pro Tag kostenlos (siehe Google Maps Preisliste). Für GPSies würde das bedeuten, dass nun bei angenommenen 125.000 Seitenaufrufen (Jahresmittel) mit Karten pro Tag etwa für 100.000 Aufrufe bezahlt werden müssen. 1.000 Aufrufe mit der aktuellen Google Maps API Version 2.x kosten 10 US Dollar. Somit würde GPSies.com am Tag 1.000 US Dollar bezahlen müssten. Ok, wenn ich auf die API Version 3 wechseln würde (4 US Dollar pro 1.000 Aufrufe), dann wäre der Preis immer noch bei etwa bei 400 US Dollar pro Tag. Es gibt für solche Fälle ein anderes Berechnungsmodell von Google, sozusagen eine jährliche Pauschale, die günstiger wäre, aber auch das kommt nicht in Frage.

Ich habe natürlich versucht, GPSies durch eine Ausnahmegenehmigung von Google von der Berechnung zu befreien. Weil doch die GPSies Kuh so süß ist. Muh. Dazu hatte ich meine alten Google Kontakte aufgewärmt und bin durch einen sehr netten Kontakt aus der Schweiz an einen ebenfalls netten Googler aus München gekommen. Es hätte vielleicht eine kleine Chance bestanden, wenn ich die Werbung von GPSies.com entfernt hätte. Aber – das kann ich leider nicht so einfach machen, denn ich muss ja die Kosten der mittlerweile sieben Server irgendwie finanzieren. Meine Frau wäre wohl ziemlich sauer, wenn ich für mein Hobby neben der vielen Zeit auch noch monatlich etwa 1.000 EUR an Kosten “verbrennen” würde ;-) Dann könnte ich gleich abschalten.

Wie geht es weiter?

Ja, ratet mal. Bingo, die Lösung heißt: OpenStreetMap. Seit dem 1. Dezember laufen im GPSies-Netz drei neue Server, die gerade eingerichtet werden. Sie sollen Karten aus dem OpenStreetMap Projekt erzeugen. Als ersten Wurf werden aber nur Karten des Standard Mapnik OSM Styles ausgegeben. Neue, tolle und spezielle Basiskarten extra für den Outdoor Bereich sind geplant, aber das braucht noch ein wenig Zeit (in Zusammenarbeit mit einer Hochschule). Stay tuned!

Wodurch wird die Google Maps API ersetzt?

Durch Leaflet von CloudMade! Das ist ein totales Risiko, denn die Version ist noch Beta 0.3 – aber – die API hat es in sich. Sehr einfach zu entwickeln, CSS3 fähig und schon voll auf die mobilen Browser abgerichtet. Ich konnte nicht anders – sorry OpenLayers, das war für mich viel einfacher. Manchmal muss man etwas wagen…

Es geht ja nicht nur um die Kartenbilder und nicht nur um die Javascript API, die die Bilder anzeigt. Es geht auch um weitere Dienste, die verborgen unter der Haube laufen. Ich habe vor etwa 14 Tagen GPSies schon komplett von diesen Google Hintergrund APIs gelöst. Selbst die Ortssuche im Browser läuft nicht mehr über die Google APIs (sondern jetzt über die Yahoo API). Da ich von euch keine Beschwerdemails bekommen habe, denke ich, dass das eigentlich ganz gut läuft.

Leaflet API


Startseite mit Leaflet API umgesetzt, Karte kommt von CloudMade

Ich bin schon sehr weit. Bisher sind alle Bereiche und alle Karten schon auf das neue Framework umgebaut. Zur Zeit bin ich beim Feinschliff. Ihr seht das aber noch nicht, weil ich das noch nicht aktiviert habe. Ich will das erst am Tag X, also Anfang 2012 umschalten. Natürlich brauche ich wieder ein paar Betatester, die sich den neuen Kram mal anschauen. In ein paar Wochen wird es dazu in eurem Benutzerprofil ein Häkchen geben, damit ihr auf die neuen Karten umschalten könnt. Ich werde das über die GPSies Facebook Fanpage bekanntgeben.

Apropos Leaflet, der Umbau bei der mobilen Version von GPSies, also m.gpsies.com, hat schon stattgefunden. Das war so eine Art Testballon, um die Google API komplett aus GPSies mobile zu entfernen. Funktioniert super!

Wo ist der Pferdefuß?

Es gibt keine oder nur noch ganz schlechte Satellitenkarten! Uuuaaahhhh! Das ist schlimm. Echt schlimm. Ganz schlimm. Es gibt zwar seitens MapQuest jetzt freie Satellitenkarten, aber die sind bei weitem nicht so gut, wie die von Google. MapQuest (gehört zu AOL) ist übrigens auch sehr interessant, denn die haben seit dem 17. November, also ein paar Tage nach der Ankündigung von Google, ihre Kartenlimits aufgehoben. Ein feiner Zug, danke sehr!

GPSies nun ganz ohne Google?

Nee, natürlich nicht. Ich mag Google Maps nach wie vor. Da gibt es nichts, darüber möchte ich auch kein böses Wort fallen lassen, immerhin habe ich dem Laden unheimlich viel zu verdanken. Ohne Google Maps wären wir noch nicht soweit. Das Google Earth PlugIn wird es auch in der neuen Version geben, denn das benötigt keinen API Key (Mist, wie stelle ich das nur an??).

Nicht nur aufgrund des Aufwandes, nun auch den Streckeneditor von GPSies auf Leaflet um zubauen, wird dieser erst mal so bleiben wie er ist. Ich werde versuchen, auch zu sommerlichen Spitzenzeiten den Editor mit nicht mehr als 25.000 Aufrufen pro Tag zu überlasten (um im Limit zu bleiben). Es kann sein, dass ich dafür den Login umbauen muss, d.h., dass man nur noch im angemeldeten Zustand Strecken editieren und erstellen kann.

Was ändert sich für die Benutzer?

Nix. Naja, die Bedienung wird ein wenig anders sein. Die iFrame Widgets werden wie gehabt angezeigt, nur dass sie eventuell nicht mehr auf alle Kartentypen reagieren. Für euch ändert sich nicht viel, macht weiter so!

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GPSies Facebook App · 7 November 11 von Klaus Bechtold

Ja, GPSies hat eine Facebook App. Und das schon seit fast zwei Wochen. Ich hatte nur so viel zu tun, dass ich noch nicht dazu kam, sie endlich mal vorzustellen.

Was kann die App?

Die App kann eure Strecken auflisten (Beispiel anhand der GPSies Fanpage).

Jeder, der eine eigene Seite bzw. Fanpage hat, kann die App in seinen Facebookauftritt einbauen. Die App erscheint für jeden sichtbar als Reiter auf der linken Seite. Der von euch auch veränderbare Name des Reiters lautet: GPS Tracks.

Bei der kinderleichten und selbsterklärenden Konfiguration könnt ihr bisher folgende Listenarten auswählen:

  1. Strecken eines Benutzers (Benutzername eintragen)
  2. Merkzettel eines Benutzers (Benutzername eintragen)
  3. Streckenordner (Ordner ID eintragen)
  4. neueste Strecken von GPSies (ohne Eingabe)

Was kann die App nicht?

Sie kann leider keine Karten darstellen :-( Google, die neben Bing und einigen wenigen Anbieter Karten mit HTTPS-Protokoll anbieten, möchten demnächst ab Januar 2012 mit ihren Karten Geld verdienen. Da habe ich die Karten wieder ausgebaut…

Wer kann die App installieren?

Jeder, der ein Facebook Konto hat. Und man benötigt zusätzlich eine Facebook Seite, die auch oft “Fanpage” genannt wird. Wenn ihr euch keine extra Seite anlegt (das geht hier), dann werdet ihr verzweifeln, denn das geht nicht :-)

Wie kann ich die App installieren?

  1. Melde dich bei Facebook an
  2. Falls du noch keine Seite hast, erstelle eine Seite
  3. Um die Facebook-Anwendung zu installieren, klicke auf den Link: GPSies Facebook App
  4. Klicke bei den Anwendungsseite links unten auf den Reiter: “Zu meinser Seite hinzufügen” und füge die App deiner Seite hinzu
  5. Gehe nun zu deiner Seite und klicke links auf den Reiter “GPS Tracks”
  6. Klicke nun auf den Button “Anmelden”
  7. Geschafft! Nun musst du nur noch konfigurieren (Benutzername oder Merkzettel oder Streckenordner oder neueste Strecken)

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Neu: Strecken mittels Ordner gruppieren · 18 September 11 von Klaus Bechtold

Eine Community kann ganz schön nerven ;-). Jahrelang wurde ich mit Ideen und dem Wunsch befeuert, doch endlich mal eine Möglichkeit einzubauen, wie man den vielen Strecken Herr werden kann. Es gibt Benutzer, die mehrere hundert Strecken gespeichert haben, einer hat sogar über 1.000 Strecken. Da stehe ich mit 300 Strecken auf dem lächerlichen Platz 50 der TOP 100 Benutzer.

Bei so vielen Strecken ist der Wunsch und der Ruf nach Ordnung nachvollziehbar. Aber das ist für einen Entwickler keine einfache Sache. Wie die Gruppierung bewerkstelligen, wie die Ordner verwalten und gleichzeitig das System hochperformant zu halten. Fragen, die ich mir immer wieder stellte und aus Bequemlichkeit einfach nicht beantworten wollte. Also vertröstete ich die Community über 3 Jahre lang mit meiner Standardantwort: “das ist schon lange in der Pipeline und wird demnächst umgesetzt”. “Demnächst” ist natürlich dehnbar, das weiß ja jeder. Doch irgendwann ist’s auch mal genug, das weiß selbst ich.

Nach 4 Tagen Powerentwicklung (schlaflose Nächte, Gehirnverknotungen, alkoholabstinenz, verschwommenen Augen, Wahnsinn) habe ich gestern das Ergebnis veröffentlicht.

Und so funktioniert’s:

Schritt 1: Ordner anlegen

Ordner können natürlich nur registrierte und angemeldete Benutzer anlegen. Melde dich an und gehe zu deiner Profil- oder “Meine Strecken”- Seite. Dort kannst du einen oder mehrere Ordner anlegen. Sie werden dann tabellarisch in einer Liste dargestellt.

Ordner können übrigens auch als “nicht öffentlich” deklariert werden, sodass sie nur für dich sichtbar sind.

Schritt 2: Strecken zuweisen

Wenn du einen oder mehrere Ordner angelegt hast, kann es losgehen und du kannst jetzt die Strecken zuweisen. Es können übrigens alle Strecken geordnet werden, also deine eigenen oder auch Strecken anderer Benutzer.

Die Zuordnung erfolgt auf den vielen Ergebnisseiten: Suchergebnisse, deine Strecken oder dem Merkzettel. In den Tabellen erscheinen nun zu jeder Zeile die Ordner, die du einfach per Auswahl zuordnen kannst. Du kannst die Zuordnungen dort auch wieder löschen. Ich hoffe, das ist selbsterklärend.

Schritt 3: Streckenordner ansehen

Die Strecken sind nun den Ordnern zugewiesen. Zur Auflistung deiner Strecken im jeweiligen Ordner kommst du, indem du den Link zum Streckenordner anklickst.

Hier ist ein Beispiel: Laufkreuzfahrt 2010

Was kann man damit alles machen?

Nun, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Jetzt können gebildet werden:

  1. Geplante Strecken
  2. Vereinsstrecken
  3. Schöne Strecken
  4. Strecken in einer Region

Have Fun!

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iPhone App GPSies+ ist ein Highlight im App Store · 28 August 11 von Klaus Bechtold

Die neue GPS iPhone App GPSies+ wird gerade von Apple in Deutschland, Österreich und in der Schweiz unter den Highlights angepriesen. Auf jeden iPhone/iPod/iPad wird die App im App Store direkt unter dem ersten Menüpunkt Highlights gelistet und findet so ein sehr großes Publikum.

In den App Store Top-Charts für den Bereich Travel hat die GPSies+ App schon den 10. Platz erreicht!

Gestern, also am Samstag wurde die App 850 mal installiert und wir rechnen heute am Sonntag mit weit über 1.000 Downloads.

Die App ist seit etwa 6 Wochen im App Store und sind die Reaktionen sind sehr positiv. Die Benutzer freuen sich, auf fast 900.000 Strecken zugreifen zu können. Auch die Aufzeichnung, die sehr zuverlässig arbeitet, wird gelobt.

An dieser Stelle möchte ich noch einen “Usability-Bug” eingehen, den wir beim nächsten kleinen Update schon beheben werden. Die Benutzer erwarten (das haben wir leider nicht klar herausgestellt), dass sie alle ihre Strecken mit GPSies.com synchronisieren können. Klingt auf den ersten Blick plausibel, das ist jedoch nicht möglich. Nur Strecken, die auf dem Merkzettel von GPSies.com gespeichert sind, werden synchronisiert. Der Grund dafür ist, dass es viele Benutzer gibt, die hunderte von Strecken auf GPSies.com gespeichert haben. Einige haben sogar über 1.000 Strecken! Wenn wir nun die gesamten Strecken synchronisieren würden, dann wäre das iPhone ziemlich schnell verstopft. Und die Synchronisation würde ewig dauern… und bei einer Flatrate mit Begrenzung schnell das Kontingent ausschöpfen…
Mit dem Merkzettel können Strecken somit bewusst auswählt werden, auf die der Benutzer schnell zugreifen möchte. Übrigens, wer nur seine Strecken sehen möchte, der kann auch die Suchfunktion der App benutzen.

Klar bleiben auch noch Wünsche offen, aber man muss auch anerkennen, dass die GPSies+ App kostenlos ist und verschenkt wird. Sie hat in der Entwicklung mehrere “zigtausend” EUR gekostet und wurde von FALKE und der mediaworx berlin AG gesponsert.

Das nächste kleine Update wird demnächst veröffentlicht. Neben neuen Sprachen werden auch kleine Verbesserungen und neue Funktionen implementiert.

Stay tuned :-)

P.S.: Ich möchte auch noch auf die GPSies Android App hinweisen, die schon seit Anfang 2009 im Google Market heruntergeladen werden kann. Mit ihr ist es auch möglich, auf die gesamten Strecken von GPSies zuzugreifen. Zur Aufzeichnung empfehle ich Locus, Maverick, OruxMaps, SmartTracker. Alle diese Apps haben einen direkten Upload zu GPSies.com.

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Douglas Peucker reloaded: GPS Track glätten, vereinfachen oder reduzieren · 26 August 11 von Klaus Bechtold

Vor etwa 4 Jahren, im Dezember 2007, habe ich über dieses Thema schon mal geblogged: Track glätten nach dem Douglas-Peucker-Algorithmus. Damals hatte ich die Methode nach dem bekannten Algorithmus bei GPSies.com eingebaut.

Aufgrund des Anstoßes eines sehr engagierten Benutzers (Johannes aus der Nähe von Halle), musste ich dieses Thema noch einmal aufgreifen. Er lies nicht locker, mir eine mehrstufige Glättung schmackhaft zu machen. Hm, ich bin oft “Vorschlags-Resistent”, aber irgendwann gebe ich dann doch mal nach ;-)

Track glätten – was ist das eigentlich?

Eine GPS Aufzeichnung hat oft Ausreißer, die aufgrund von Reflexionen oder Abschattungen (schlechter GPS-Empfang) entstehen. Zudem entstehen “Punktwolken”, wenn man mal auf einem Fleck stehen bleibt, um sich etwas genauer anzuschauen oder wenn man mal “verschwinden” muss.

Diese Ausreißer und “Punktwolken” gilt es nun zu entfernen. Da eine GPS Aufzeichnung nichts anderes als eine Koordinaten-Reihe ist, können auf den Strecken mathematische Verfahren angewendet werden. Am bekanntesten ist wohl der Douglas-Peucker-Algorithmus.


Quelle und Copyrights: Wikipedia

Wozu das ganze?

Es gibt noch viele GPS Geräte auf dem Markt, die nur eine gewissen Anzahl von Punkten erlauben. Wenn eine Strecke aus beispielsweise 8.000 Punkten besteht und das Gerät aber nur 500 Punkte erlaubt, dann musst sie reduziert werden. Neben der einfachen mathematischen Reduzierung (“Holzhammermethode”, jeder 16. Punkt muss weg), gibt es mit dem D-P-Algorithmus die Möglichkeit, die Strecke “intelligent” zu vereinfachen, um den Streckenverlauf nicht wesentlich zu verändern.

Was ist neu?

Es gibt bei GPSies jetzt 3 Stufen zum Glätten der GPS Tracks:

  1. schwach
  2. mittel
  3. stark

Bei den Stufen ändert sich der “Korridor”, also die Stärke, mit der der Algorithmus angewendet wird.

Wie kann ich das ausprobieren?

Die mehrstufige Glättung wird bei fast allen Download- und Importmöglichkeiten von GPSies angeboten (siehe unter “Optionen einblenden”). Am einfachsten und eindrucksvollsten ist das Resultat jedoch im Streckeneditor zu überprüfen:

  1. wähle (d)eine Strecke aus und klicke auf “Strecke bearbeiten”
  2. klicke auf “Strecke verändern”

Die Strecke wird in den GPSies-Editor geladen. Auf der rechten Seite findest du nun die 3 Buttons, mit denen die Glättung angewendet werden kann. Nach dem Klicken lädt sich die Strecke mit der jeweiligen Vereinfachung neu.

Tipps zum Ausprobieren

  1. merke dir die Anzahl der Punkte und den Streckenverlauf bevor die die Glättung anwendest
  2. beginne mit der schwachen Glättung
  3. überprüfe das Ergebnis
  4. zum Ausprobieren klicke nicht auf “speichern”

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Neue GPS iPhone App: GPSies+ · 30 Juli 11 von Klaus Bechtold

Heute sind genau 2 Wochen vergangen, seit die Version 2 der GPSies iPhone App im iTunes Appstore erschienen ist. Mittlerweile ist sie rund 2.500 mal installiert worden, eine Zahl, die sich sehen lassen kann, denn die Bewerbung der kostenlosen App fand bisher nur über die GPSies-Startseite und Facebook statt.

Wie alles begann

Die erste iPhone Version von GPSies wurde mir im Jahre 2009 von der Firma Optaros aus der Schweiz geschenkt. Damit konnte man Strecken aufzeichnen und sie lief ohne Tadel. Immerhin wurden damit fast 20.000 Strecken aufgezeichnet und bei GPSies.com hoch geladen. Also muss sie einigermaßen brauchbar gewesen sein.

Ich bin ja eigentlich kein Apple-Mensch. Ich habe zwar in den letzten Jahren einige Smartphones verheizt, aber da war nie ein Apfel drauf. Von daher war mir das eigentlich nicht so wichtig, was da geht oder auch nicht. Zumal habe ich lieber robustere Geräte am Lenker oder Handgelenk.

Im letzten Sommer bekam ich mal wieder eine dieser vielen Verbesserungsvorschlag-iPhone-Mails. Ich ging wie immer sofort auf Tauchstation und Abwehr, da ich die App ja nicht selbst entwickelt hatte und dort nichts ausrichten konnte. Den Kontakt zum Hersteller hatte ich zwar noch, aber der wollte verständlicherweise keinen Franken mehr investieren. Jedenfalls gab sich der iPhone-Benutzer mit meiner Antwort nicht zufrieden und bohrte nach. Nach einigen vergeblichen Anrufversuchen auf der Mailbox rief ich ihn dann doch mal zurück. Es stellte sich heraus, dass er aus einer bekannten Mountainbikerfamile stammt und zudem noch eine wichtige Führungsposition im Unternehmen FALKE aus Schmallenberg inne hat. Nun wurde ich aufmerksam und hörte zu…


Michael Bonnekessel (Bruder) – Deutscher Meister 2007 und 2009. Foto Herbert Mark

Sponsoring von FALKE

Nach einem Besuch in Sauerland wurden wir uns einig: FALKE will als Sponsor die neue iPhone App finanzieren. Der Sponsor möchte stärker auf seine innovativen Produkte im Sportsektor hinweisen und die Serie FALKE ERGONOMIC SPORT SYSTEM vorstellen.

Ich sollte ein Grobkonzept erstellen und meiner Fantasie im Rahmen des Budgets freien Lauf lassen. Alle GPSies Strecken anzeigen, Offlinemaps, Openstreetmap, Navigation – mir wurde fast schwindelig. Das Grobkonzept unterteile ich in Phasen, sodass wir einerseits schnell starten konnten und noch Luft für weitere Ausbaustufen ist. Die Marketing Abteilung von FALKE machte selbst den Vorschlag, dass in der App keine aufdringliche Werbung sein soll und wir erarbeiteten zusammen einen kleinen, aber feinen Vorspann, der beim Starten der App gezeigt werden soll.

Was ist neu?

Alle Strecken von GPSies können auf einer Openstreetmap-Karte angezeigt werden. Eine genaue Auflistung findest du auf der GPSies+ Detailseite.

Wer baut nun die App?

Die Suche nach einem Anbieter erstellt sich schwer. Gute iPhone Entwickler sind wie SAP-Berater von gestern – sie sind sauteuer, sehr schwer zu bekommen und haben nie Zeit. Nach einigen verzweifelten Versuchen, das Budget noch einigermaßen zu halten, entschied ich mich für einen Weg, den ich eigentlich nie wollte. GPSies ist ja “nur” ein Hobby und ich bin als Software-Entwickler (Java) bei einer Internetagentur in Berlin Mitte angestellt: mediaworx berlin AG. Eines Tages ging ich zu den beiden Vorständen und stellte die verwegene Frage, ob nicht wir die App entwickeln wollen. Da meine Chefs ohne FALKE Socken nicht leben können, schlugen sie ein ;-)

Kunde und Angestellter gleichzeitig

FALKE hat mich als Vertreter beauftragt, mir alles zu wünschen, was mein GPSies-Herz begehrt. Die Wege waren kurz, da meine Kollegen teilweise im selben Stockwerk oder nur einen Raum weiter entfernt saßen. Komisch war es bei “internen” Projektbesprechungen, wo ich ausgeschlossen wurde. Hm. Da saßen ein Konzepter, ein Designer, Entwickler, Projektleiter redeten über meine App und ich musste draußen bleiben. So was… – aber es war sehr professionell – der Kunde, in dem Fall also ich, muss auch mal die Klappe halten ;-)

Am Ende kam ein Feinkonzept raus, das viele der Ideen verwirklichte und weitere in eine Ausbaustufe verwies. Da das Budget rasch aufgebraucht sein würde, entschied sich die mediaworx berlin AG ohne Mehrkosten die App mitzutragen.

Entwicklung

Die Entwicklung schritt sehr zügig voran. Der Entwickler Gerrit arbeitete sich schnell in die Thematik ein und brachte zusammen mit dem Designer Torsten schon nach ein paar Tagen eine Version heraus. Der Konzepter Ralf und der Projektleiter Flo betreuten die immer wieder aufkommenden Fragen und wir fanden im gesamten Team die Lösungen. Mittlerweile entwickelte ich eine neue, schnelle API, die die iPhones in Echtzeit mit Daten versorgen kann. Zeitgleich bestellte ich einen neuen fetten dicken und unermesslich großen Server: die dicke Mama (kocht fortan ständig Spaghetti).

Wieso GPSies+?

Der Name hat mich meine ersten grauen Haare gekostet. Da die alte App nicht von mir in den Store geladen wurde und man eine iPhone App nicht auf einen anderen Hersteller übertragen kann, musste ein neuer Name her. Die alte App blockierte den Namen GPSies. Hm, was tun? Ich lobte eine Einladung zum Pizzaessen bei Papà Pane di Sorrento in Berlin Mitte aus. Wer einen geeigneten Namen vorschlägt, den wollte ich einladen. Ganz im Trend schlug ein Kollege den Namen GPSies plus vor, den ein anderer frei nach Google zu GPSies+ wandelte. Nun musste ich zwei Pizzas bezahlen ;-) – aber ich war happy!

Beta-Tester

Nach einigen Wochen war es so weit und wir konnten via Facebook fast 15 Beta-Tester akquirieren. Die Verteilung der iPhone App zu den Beta-Testern geschah ohne iTunes und wurde mittels dem Framework Hockey realisiert. Fehler und Vorschläge wurden in unser Jira-Ticketsystem eingetragen. Die Beta-Tester waren hoch motiviert und haben uns wertvoll Dienste erwiesen. An dieser Stelle nochmal ein ganz großes Dankeschön, besonders an den Power-Beta-Tester Patrick Federi aus der Schweiz!

App im Appstore: 14. Juli 2011

Das war der große Tag! Ich bekam eine Mail von Apple, dass die App nun “Ready for Sale” sei – die App ist im Store! Am ersten Tag verzeichneten wir 318 Installationen und wir warteten gespannt die ersten Bewertungen ab. Bis heute gibt es fast 20 Bewertungen mit dem Ergebnis von über 4 Sternen – die App wird verstanden und kommt an.

FALKE Gewinnspiel

Extra zum Release der App hat FALKE ein Gewinnspiel ausgelobt. Es gibt attraktive Shirts und Socken zu gewinnen. Mitmachen lohnt sich!

Danke!

  1. an FALKE – ohne sie wäre die App nie entstanden
  2. an meine Kollegen der mediaworx berlin AG
  3. an die Beta-Tester
  4. an die Community von GPSies für die vielen Strecken

Details auf GPSies.com

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Anleitung: Strecke mit Garmin Forerunner 205/305/310XT nachlaufen · 19 Juni 11 von Klaus Bechtold

Wenn ich Sonntags auf meiner Hausstrecke am Teltowkanal unterwegs bin, fallen mir unter allen anderen gleich die GPS Läufer auf. Meistens treffe ich in den anderthalb Stunden ca. 5-10 LäuferInnen an, die ein GPS am Handgelenk tragen. Und ich bin mir sicher, dass nur ganz wenige wissen, dass man mit den etwas größeren Garmin Forerunner auch Strecken nachlaufen kann. Und um genau das geht es hier in meinem Artikel.

Navigation mit dem Forerunner?

     
Forerunner 305      Forerunner 310XT

Der Forerunner ist ja kein Navi, wie man es vom Auto her kennt. Zur Interaktion mit dem Anwender steht nur ein kleines Schwarzweiss-Display und ein „oldschool“ Piepston zur Verfügung, also keine komfortable Sprachansage. Trotz dieser zugegebenermaßen sehr puristischen Ausstattung es möglich, eine völlig unbekannte Strecke in unbekanntem Terrain mit etwas Übung gefahrlos nachzulaufen. Geeignete Strecken findest du beispielsweise über den Laufstreckenfinder von GPSies.

Strecke aussuchen

Mittels der erweiterten Suche wirst du schnell eine interessante Strecke finden. Trage den Ort und die gewünschte Länge ein, verfeinere die Suche nach deinen Vorstellungen und los geht es. Einfacher geht es, wenn du die Kartenunterstützung („in Karte anzeigen“ → „Suche im aktuellen Kartenausschnitt“) aktivierst. Hast du keine Strecke gefunden, kannst du dir auch schnell mal eben eine Laufstrecke erstellen. Ich habe auch schon oft anhand von Satellitenbildern von meinem Urlaubsort eine Strecke erstellt und diese noch zu Hause auf meinen Forerunner hoch geladen.

Strecke herunterladen

Nehmen wir an, du hast im Berliner Grunewald die Strecke Krumme Lanke und Schlachtensee gefunden. Sie ist insofern anspruchsvoll, da sie bis auf die Umrundung der beiden Seen nur schwer aus dem Gedächtnis heraus nach gelaufen werden kann. Ziel ist, nach ca. 14 Kilometern wieder am Startpunkt anzukommen.

Zum Übertragen auf den Forerunner gibt es nun zwei Möglichkeiten. Am einfachsten und am schnellsten geht es mit dem Garmin Communicator PlugIn. In diesem Fall kannst du die Strecke direkt vom Browser an deinen Forerunner senden:

  1. Lasse dir die Strecke Krumme Lanke und Schlachtensee anzeigen
  2. Wähle oberhalb der Karte das Format „Garmin Course TCX“ aus
  3. Trage bei „Optionen einblenden“ deine angestrebte Geschwindigkeit (Pace) ein, die du laufen möchtest (dazu gleich mehr)
  4. Verbinde deinen Garmin Forerunner mit dem Computer und schalte ihn an
  5. Klicke auf „Zum Garmin senden“ – fertig

Es öffnet sich ein Fenster und wenn alle Schritte befolgt wurden, ist damit schon alles getan. Die Übertragung geht sehr schnell. Auf dem Forerunner wird kurz angezeigt, dass die Strecke übertragen wurde.


Bild: Dialog Garmin Communicator PlugIn

Du kannst natürlich auch dem Umweg über das Programm Garmin Trainingscenter nehmen. Auch hier musst du als Format „Garmin Course TCX“ auswählen. Importiere die Strecke in das Programm und sende sie zum Forerunner.

Übertragung überprüfen

Als nächstes überprüfe ich immer, ob die Strecke auch richtig übertragen wurde. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.


Bild: Auswahl der Strecke

Forerunner 205/305: Menü aufrufen → Training → Kurse→ „Krumme Lanke und Schlachtensee“ → Karte → Enter

Forerunner 310XT: Menü aufrufen → Training → Strecken → „Krumme Lanke und Schlachtensee“ → Karte → Enter


Bild: Weitere Funktionen

Der Forerunner „verträgt“ nicht so viele Zeichen im Dateinamen. Deshalb wird der Name verkürzt angezeigt. Den Namen kannst du übrigens vor der Übertragung ändern („Optionen einblenden“ → „Name der Strecke“)


Bild: Anzeige der Karte – Strecke wurde erfolgreich übertragen

Die Karte zeigt nun die Strecke an. Eigentlich ist „Karte“ der falsche Ausdruck, denn es wird nur die reine Strecke als schwarze Linie auf grauem Grund dargestellt. Aber ihr werdet sehen, dass das zum Nachlaufen völlig ausreicht.

Virtueller Partner®

Was hat nun Punkt 3 mit der Geschwindigkeit (Pace) auf sich? Der Forerunner kann einen virtuellen Partner® quasi vor/neben/hinter dir herlaufen lassen. Du gibst die Geschwindigkeit ein, mit der der „Geisterläufer“ laufen soll. In meinem Beispiel habe ich einen Pace von 5 eingetragen, was auf die Länge mit den Steigungen für mich als Flachlandberliner schon ein bisschen mutig ist. Wenn du also die Strecke abläufst, dann läuft dein virtueller Gegner genau dieses Tempo und du kannst versuchen, mitzuhalten. „Weicheier“ lassen den 6er Pace beim Download stehen und zeigen so dem Schweinehund, was eine Harke ist!


Bild: Virtueller Partner® ist vorne


Bild: du bist vorne :-)

Das kleine private Rennen wird in einem besonderen Bildschirm des Forerunners angezeigt. Ungerecht ist, dass der virtuelle Partner® keine Steigungen und keine Hindernisse, wie Straßenüberquerungen oder langsamere Walker kennt J .

Strecke nachlaufen

Das Vorgehen ist ähnlich dem Überprüfen der Strecke.

Forerunner 205/305: Menü aufrufen → Training → Kurse → „Krumme Lanke und Schlachtensee“ → Kurs abfahren → Enter

Forerunner 310XT: Menü aufrufen → Training → Strecken → „Krumme Lanke und Schlachtensee“ → Strecke beginnen → Enter


Bild: Peilung zum Startpunkt mit Distanzanzeige

Diesen Vorgang kannst du ruhig schon machen, bevor du am Startpunkt der Strecke angelangt bist. Ein Kurspfeil ähnlich eines Kompasses zeigt dir neben der Entfernung auch die Richtung zum Startpunkt an. Achso, eine Strecke kann natürlich auch links oder rechts herum gelaufen werden. Leider kann man die Richtung auf dem Garmin nicht mehr umdrehen, das müsstest du schon vor dem Download der Strecke machen (siehe unter “Optionen einblenden”: Strecke umkehren).


Bild: Virtueller Partner® und du am Startpunkt

Gut, wir sind jetzt am Startpunkt. Am besten ist es, wenn du dich erst mal mit der „Karte“ anfreundest. Du solltest dich ein bisschen an das Umschalten zwischen Karte und dem gewohnten Bildschirm gewöhnen. Wenn du die Strecke wirklich nicht kennst, dann solltest du bei den ersten Navigationsläufen den virtuellen Partner®, den Pace und die Herzfrequenz außer Acht lassen und dich nur auf die „Karte“ konzentrieren.

Jetzt heißt es, auf die Plätze, fertig, los: Starttaste drücken! Das Abenteuer beginnt.

Navigieren

Ganz wichtig: der Forerunner hat keinen eingebauten Kompass und kann die Richtung, in der du dich gerade läufst, nur anhand der aktuellen Bewegung errechnen. Wenn du stehen bleibst, dann weiß der Forerunner nicht, in welche Richtung du gerade schaust und zeigt die letzte bekannte Richtung an. Die Berechnung kann erst ab einer Bewegungsgeschwindigkeit von 3-4 km/h erfolgen! Es kann also sein, dass du mal eine Ehrenrunde laufen musst, damit du erkennst, in welcher Richtung du los laufen musst.


Bild: Virtueller Partner® hat einen Vorsprung von ca. 150 Metern

Du siehst deine Position am ausgefüllten schwarzen Pfeil. Der virtuelle Partner® wird als weißer Pfeil dargestellt. Am Start seid ihr beide noch nahe beieinander. Mit den Tasten auf der rechten Seite kannst du die Zoomstufe verändern.

Die Strecke wird als schwarze Linie dargestellt. Bist du auf der Strecke, ist der schwarze Pfeil, also du, direkt auf der Linie. Der weiße Pfeil ist immer auf der Linie, der kann ja nicht ausbuxen.


Bild: Achtung, Streckenabweichung

Wenn du von der Strecke weiter als 50 Meter abgewichen bist, dann piepst der Forerunner und zeigt die Meldung an: „Streckenabweichung“. Nimm das Signal nicht auf die leichte Schulter und schaue auf jeden Fall auf die „Karte“. Erst wenn ein weiterer Piepston zuhören ist und „Strecke gefunden“ erscheint, bist du wieder im Rennen.

Je weiter du reinzoomst, desto genauer wird die Anzeige und desto genauer siehst du, wie nah du der Strecke wirklich bist. Du darfst jedoch nicht alles glauben, was du siehst, denn GPS kann auch mal sehr ungenau sein (gerade bei dichter Belaubung mit Regen und in Häuserschluchten).

Der virtuelle Partner® hat noch einen weiteren Vorteil: er zeigt dir, in welcher Richtung du los laufen musst. Das ist am Start noch ganz einfach, aber in der Mitte der Strecke, zum Beispiel nach einer kleinen Pause oder wenn sich die Strecke kreuzt, dann ist das gar nicht so klar.

Wenn du deine Zeit richtig eingeschätzt hast und gegen den gegen virtuelle Partner® gewonnen hast, dann freut sich auch dein Forerunner mit dir und fängt wie wild an zu piepsen.


Bild: Glückwunsch! Du hast gewonnen

Oft kommt es vor, dass ich meine Kondition überschätzt habe und der virtuelle Partner® vor mir am Ziel angekommen ist. In diesem Fall erscheint die Meldung „Virtual Partner beendet“.


Bild: Du hast leider verloren ;-)

Praxistipps

Zugeben, als ich vor 4 Jahren die ersten Läufe mit Streckennavigation zusammen mit meiner Frau absolvierte und ich aus Unerfahrenheit mehrmals bei kritischen Weggabelungen den falschen Weg einschlug, gab es oft Anlass zu Hohn und Spott und manchmal auch zu Verstimmungen. Zu viel Glaube an die Technik, Vernachlässigung der Orientierung und so weiter. Meine Frau hatte natürlich auch zur Hälfte recht. Mittlerweile haben wir uns beide an die Eigenheiten des GPS Laufens gewöhnt und profitieren beide davon. Sie kennt die Problematik (und meckert nicht mehr so oft) und ich die Technik. Zudem habe ich ein großes Maß an Erfahrung gewonnen.

Tipp 1: Falscher Weg – sofort korrigieren

Wenn du einen Weg falsch hinein gelaufen bist, merkst du das (am Piepston) nach 10 bis 50 Metern, je nach Genauigkeit der Strecke, deiner Geschwindigkeit oder der Stärke des GPS Signals. Kehre in diesem Fall sofort um und versuche den richtigen Pfad zu finden. Oft führen Wege einen Teil nahe beieinander und du denkst: „ach, das geht schon gut“. Glaube mir, das geht nicht gut ;-), da werden aus geplanten 15 km mal 30 km. Wenn du falsch gelaufen bist und der Weg dann später doch extrem abweicht, bist du im Blindflug und kannst nur hoffen, dass du den richtigen Weg wieder findest.

Tipp 2: Stets den Überblick behalten

Ich habe meinen Forerunner so eingestellt, dass die Strecke in Laufrichtung angezeigt wird. Wenn das Gerät direkt vor dir ist, dann zeigt der schwarze Pfeil gerade aus auf den Weg. Meistens starte ich mit 50 – 80 Meter Zoomstufe. In ganz hakeligen Weggabelungen gehe ich schon mal auf 8 Meter runter, aber nur kurz. Variiere ab und zu mal in den Zoomstufen (ruhig mal bis 300 Meter), um einen besseren Überblick zu bekommen.

Tipp 3: Finde die Tendenz eines Weges

Ganz wichtig ist, vorausschauend zu laufen. Naht eine Kreuzung, versuche ich die Tendenz der Strecke zu erahnen. Eindeutige Links- oder Rechtskurven sind ein Glücksfall. Oft gehen zwei Wege der gleichen Richtung ab. Welchen nun nehmen? Ich zoome in diesem Fall raus auf 300 Meter und versuche den Trend der Strecke in diesem Abschnitt herauszufinden. Meistens liegt man mit etwas Erfahrung richtig. Meistens…

Fazit

Ich habe mit meinem Forerunner schon viele Wanderungen, Läufe und Radtouren unternommen und mag die einfache Navigation ohne Karte, bei der man selbst wachsam sein und immer mitdenken muss. Das ist aus meiner Sicht die beste Erfindung seit den Laufschuhen – mehr brauche ich nicht.

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Meister Joda, ick' danke dir! GPX und Garmin TCX sind gerettet! · 9 Juni 11 von Klaus Bechtold

Wenn ihr denkt, dass GPSies keine Arbeit mehr erzeugt, dann irrt ihr. Aber ich glaube, das denkt keiner ;-), da bin ich mir fast sicher. Die letzten Wochen habe ich intensiv an Optimierungen, der Integration des neuen Servers, der neuen API (bisher nur für die neue iPhone App) und an einem Phänomen gearbeitet, welches mir (und vielleicht auch euch) seit längerer Zeit ein paar “Schmerzen” bzw. ziemlich “pain in the ass” bereitet hat.

Der Artikel ist sehr technisch, also nichts für Weicheier :-)

Bei GPSies werden ja alle Downloads dynamisch zur Laufzeit erzeugt. Das geht ja auch nicht anders, denn wer will schon für fast 800.000 Strecken nahezu 25 GPS Formate vorhalten. Das kann ich ja schon fast gar nicht mehr im Kopf ausrechnen – ich habe es aber trotzdem mal gemacht: 20.000.000 Dateien. Täglich kämen 50.000 neue Dateien hinzu (ca. 2.000 Strecken mal 25 GPS Formate).

Nun sind ja auf GPSies einige Leute gleichzeitig unterwegs. Die Zahl wird unten angezeigt, in der Regel sind das meist über 1.000 Benutzer-Sessions. Gut, nicht jeder konvertiert, lädt hoch oder runter zur gleichen Zeit, aber es kommt schon mal vor, dass mal 20 Dateioperationen gleichzeitig laufen.

GPSies wurde ja komplett in Java entwickelt. Zur Konvertierung der GPS Dateien benutze ich nicht, wie vielleicht viele andere Portale GPSBabel, sondern benutze eine komplett eigene Implementierung. Das ist auch gut so, denn wenn vielleicht mal bei GPSBabel eine Datei nicht konvertierbar ist, dann geht das vielleicht bei GPSies.

An einigen Tagen hat das Konvertieren von GPX und TXC Dateien nicht richtig funktioniert. Besonders an heißen Tagen, wenn besonders viel los war, z.B. an Ostern. Die Dateien wurden zwar ausgeliefert und waren valide, aber ausgerechnet das Garmin TCX (und auch GPX) Format hat beim Einlesen versagt – die Dateien konnten nicht auf den Garmin übertragen werden. Warum? Weil in diese Dateien immer ein aktueller Timestamp (“Zeitstempel”) eingewebt werden muss, was aber in ein paar wenigen Fällen nicht funktionierte (dient u.a. dazu, dass dem virtuelle Partner eine Geschwindigkeit vorgegeben wird). Die Zeitangaben in den Dateien war schlichtweg falsch, der Zeitstrahl hatte falsche Timestamps drinnen.

Jetzt wird es noch spezieller, “Nichtteckies” bitte jetzt abbrechen.

Zur Berechnung der Zeit bzw. zur richtigen Formatierung des Datumsfeldes in der XML Datei benutzte ich seit Jahren die Klasse java.text.SimpleDateFormat. Bei hoher Belastung bekam ich immer den Fehler bzw. die Exception:


java.lang.ArrayIndexOutOfBoundsException: 432
at sun.util.calendar.BaseCalendar.getCalendarDateFromFixedDate(BaseCalendar.java:436)

Das Problem ist anscheinend bekannt und die Entwickler von Java schreiben, dass die Klasse Methode nicht “thread-safe” designed wurde. Gut, das ist ja auch ok und sogar in der Spezifikation beschrieben. Doch wer liest die schon so genau ;-)? Die Java-Cracks unter den Lesern werden jetzt gähnen und sagen: “Det is doch klar, det wees doch jeder”. Aber so klar ist das nicht, wie man auf einschlägigen Seiten lesen kann.

Eine Umschiffung des Problems hätte die Benutzung von “synchronize” bedeutet. Aber synchronisierte Operationen bei einem so beanspruchten System wie GPSies hätte nicht funktioniert, das hätte massenhaft Verzögerungen und Fehler gegeben. Und jedes Mal eine neue Instanz des SimpleDateFormat zu erzeugen, hätte wohl den Speicher der Applikation aufgefressen.

Was nun?

Tata: it’s Joda Time!

Joda Time ist ein auf Sourceforge gehostetes Projekt, das die Benutzung von SimpleDateFormat dank des DateTimeFormatters umschifft.

Ob Meister Joda tatsächlich beim Namen des Projektes Pate stand, weiß ich nicht. Aber so ein technischer Artikel braucht halt ein paar Bilder…

Jedenfalls ist die Änderung seit Anfang der Woche online und ich habe seit dem keine ArrayIndexOutOfBoundsException mehr gesehen.

Ende gut, alles gut, jetzt geht’s!

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GPSies Kooperation mit TOUR Magazin, BIKE Magazin und Trekkingbike · 24 März 11 von Klaus Bechtold

Gestern war es endlich soweit, die Kooperation mit dem Delius Klasing Verlag GmbH aus Bielefeld ging online.

Ich hatte immer mal wieder Kontakt mit Redakteuren der Trekkingbike oder dem Tour Magazin. Sie hatten Fragen zu GPS Dateiformaten oder zu den Höhendaten.

Tom Bierl, Chefredakteur der Zeitschrift Trekkingbike, beschrieb (zusammen mit Thomas Rögner) in dem vor einem Jahr erschienenen Buch GPS am Fahrrad: Technik und Tourenplanung einfach erklärt ausführlich einige Kernfunktionen von GPSies. Übrigens ein sehr empfehlenswertes GPS-Buch für alle Outdoor-Aktivitäten, nicht nur für das Fahrrad.

Der Delius Klasing Verlag GmbH vertreibt u.a. die drei Fahrrad-Zeitschriften:

Anfangs versuchten die Redaktionen, ein eigenes Streckenportal zu betreiben. Das Portal genügte den Anforderungen, machte was es sollte und war eigentlich gar nicht schlecht. Nun ja, wie soll ich es ausdrücken, die Community nahm es nicht so gut an. Der Grund lag vielleicht daran, dass neben den üblichen Community-Funktionen und dem Zeichnen der Strecke auf der Karte, auch erweiterte Funktionen wie z.B. der Höhenmeterberechnungen oder dem leichten Umgang mit sehr vielen Geo-Daten erwartet wird. Außerdem trägt der Benutzer seine Strecken lieber in einem Portal ein, das schon sehr viele Strecken hat – aller Anfang ist ja bekanntlich schwer.

Kurzum, das eigene Engagement wurde gestoppt und die bereits bestehenden Strecken wurden in das GPSies System integriert:

  1. GPS-Touren Trekkingbike mit GPSies (Trekkingrad)
  2. GPS-Touren TOUR Magain mit GPSies (Rennrad)
  3. GPS-Touren BIKE Magazin mit GPSies (Mountainbike)

Wie bei den GPSies Kooperationen so üblich, sind alle Strecken in allen Portalen (auch GPSies.com) sichtbar. Ich freue mich auf hochwertige Strecken der Trekkingbike, die Strecken der Trekkingbike-Redaktion besonders kennzeichnen kann.

Vielen Dank auch an Jeanette Kühn und Sergej Kosyrev für die tolle und unkomplizierte Zusammenarbeit.

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